Das Implantat bietet heute in vielen Fällen die beste Lösung, wenn es um funktional und ästhetisch anspruchsvollen Zahnersatz mit hohem Tragekomfort geht. Wieder wie mit natürlichen Zähnen lachen, sprechen und kauen zu können, ist für viele Patienten ein starkes Motiv, sich für eine Implantatversorgung zu entscheiden. „Die moderne Zahnheilkunde bietet heute zahlreiche Verfahren, mit deren Hilfe die Implantatversorgung besonders zeitsparend, sanft und sicher durchgeführt werden kann", erklärt Luka Klimaschewski, Zahnarzt aus der Gemeinschaftspraxis Luka Klimaschewski und Dr. Andreas Pelster in Flonheim, der von der deutschen Gesellschaft für moderne Zahnheilkunde zum Thema Zahnimplantate befragt wurde.
Drei dieser modernen Verfahren sind die computernavigierte Implantation, die Sofortimplantation und die Versorgung mit so genannten MIMI®-Implantaten. Alle haben gemeinsam, dass sie dem Patienten eine verkürzte Behandlungsdauer und somit einen größeren Behandlungskomfort bieten.
Sanft und sicher: Computernavigierte Implantation
„Wo früher mehrere Röntgenaufnahmen und Abdrücke nötig waren, um den genauen Sitz des späteren Zahnersatzes zu ermitteln, wird jetzt mit Hilfe eines Volumen- oder Computertomografen ein dreidimensionales digitales Abbild des Kiefers erstellt", stellt Herr Klimaschewski fest. Mit Hilfe der Computerdaten wird im zahntechnischen Labor passgenau und individuell eine so genannte Bohrschablone hergestellt. Der Zahnarzt markiert durch die in der Schablone sitzenden Bohrlöcher die genaue Stelle, an der er dann das Implantat optimal einsetzen kann. Bei ausreichendem Knochenangebot können die Implantate häufig ohne Freilegung des Knochens sicher gesetzt werden. „Dieses Vorgehen reduziert die Schwere des Eingriffs erheblich und verkürzt die Behandlung. Hier genügt in den meisten Fällen eine Sitzung", betont Herr Klimaschewski. Wenn Knochenaufbaumaßnahmen notwendig sind, lässt sich ein chirurgischer Eingriff nicht vermeiden, allerdings ist die Implantation durch die Planung im Vorfeld sehr viel sicherer.
Zeitsparendes Verfahren: Sofortimplantate
Bei der Sofortimplantation wird das Implantat unmittelbar nach bzw. zeitnah zu der Entfernung eines Zahnes oder Wurzelrestes gesetzt. Sofortimplantate sind ebenso vielseitig anwendbar wie andere Implantate: Sie eignen sich sowohl für die Befestigung einzelner Kronen oder Brücken als auch für die Fixierung festsitzender oder abnehmbarer Prothesen. Ein klassisches Indikationsgebiet der Sofortimplantation ist z. B. der unfallbedingte Verlust eines Zahns. „Die Vorteile der Sofortimplantation liegen darin, dass das Implantat den Knochen und das Weichgewebe an Ort und Stelle hält und dem nach Zahnverlust sonst typischen Abbau wichtiger Knochen- und Weichteilsubstanz entgegenwirkt", so Herr Klimaschewski.
Minimal-invasiv und kostengünstig: MIMI®-Implantate
MIMI®-Implantate bestehen aus einem einzigen Werkstück aus Titan, das schonend - in nur einer Sitzung - in den Knochen eingebracht wird und in der Regel (in 98 % aller Fälle) sofort versorgt werden kann. Das Komplikationsrisiko einer späteren, internen Schraubenlockerung oder gar ein Schraubenbruch wie bei mehrteiligen Implantatsystemen ist praktisch ausgeschlossen. Dazu Luka Klimaschewski: „MIMI®-Implantate setzen wir schon seit 1995 und können seither auf mehrere Tausend derart eingesetzte und versorgte Implantate zurückblicken." Das System reduziert Schmerzen und andere unangenehme Begleiterscheinungen für die Patienten auf ein Minimum. Auch ist die OP-Methode deutlich preiswerter als die konventionelle Implantation von mehrteiligen Systemen: In eine kleine Pilotbohrung durch die nicht-aufgeklappte Mundschleimhaut hindurch wird eine Schraube mit größerem Durchmesser einge-dreht. Dadurch wird der, das Implantat direkt umgebende, Knochen zusammengedrückt und verdichtet, so dass in der Regel von Anfang an eine optimale Stabilität gewährleistet ist. Auf eine sog. "Einheilzeit" von mehreren Monaten kann verzichtet werden. Der fertige Zahnersatz wird in der Regel sofort nach Fertigstellung des Zahnersatzes eingegliedert.
Fazit
Moderne Verfahren machen die Implantation noch sicherer und schmerzärmer. Für den Patienten wird der Eingriff außerdem transparenter und die Eingriffszeit verkürzt sich erheblich - ein klarer Patientenvorteil also auf dem Weg zu neuen schönen festen Zähnen!
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