Regional

Harter Lockdown über Ostern – Was bedeutet das?

Nach einer Marathon-Sitzung haben sich Bund und Länder in der gestrigen Ministerpräsidenten Konferenz auf einen harten Lockdown über die Osterfeiertage geeinigt.

Vom 1.4. – 5.4.2021 wird das öffentliche Leben demnach fast vollständig heruntergefahren. Der 1.4. (Gründonnerstag) und der 3.4. (Samstag) werden als zusätzlicher “Ruhetag” behandelt. An diesen Tagen sollen der Kanzlerin zufolge ähnliche Regelungen gelten wie an Sonntagen – und somit auch Geschäfte geschlossen sein.

Die Beschlüsse im Überblick:

Geschäfte und Gastronomie
Vom 1.4.-5.4.2021 müssen demnach alle Geschäfte schließen. Nur Lebensmittelgeschäfte dürfen am Samstag, 3.4. öffnen.Ausschließlich der „Lebensmitteleinzelhandel im engen Sinne“ dürfe am Karsamstag öffnen, heißt es in dem Beschluss. Soweit Außengastronomie in Regionen mit geringen Infektionszahlen grundsätzlich wieder geöffnet ist, soll sie während der fünf Tage geschlossen werden.

Kontaktbeschränkungen
An Ostern dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, wobei Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt werden. Während dieses verschärften Oster-Lockdowns sollen der Kanzlerin zufolge Ansammlungen im öffentlichen Raum grundsätzlich untersagt werden.

Keine öffentlichen Oster-Gottesdienste
Merkel kündigte an, man werde auf die Religionsgemeinschaften zugehen – mit der Bitte, religiöse Versammlungen an Ostern nur virtuell durchzuführen.

Notbremse
Die Anfang März beschlossene Notbremse für Corona-Hotspots soll konsequent durchgesetzt werden. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz über 100 liegt, sollen Öffnungsschritte wieder zurückgenommen werden.

Reisen
Im Bund-Länder-Beschluss wird nun einmal mehr “eindringlich” an alle Bürger appelliert, “auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten” – auch über Ostern. “Wir halten insgesamt Reisen im Augenblick für nicht sehr förderlich”, betonte Merkel. Daher werde man alles unternehmen, damit Rückkehrer aus Urlaubsgebieten keine Infektionen mitbringen. Mit den Fluggesellschaften seien in diesem Zusammenhang Tests vor dem Rückflug nach Deutschland vereinbart worden. Zudem plane die Bundesregierung eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes, die eine Testpflicht vor Abflug zur Einreisevoraussetzung bei Flügen nach Deutschland ermöglichen solle.