In Bad Kreuznach wird seit Jahren über die Trägerschaft des Jugendamts gestritten. Nun fordern die Jusos ein Ende der Debatte und den Verbleib in städtischer Hand.
Position der Jusos
Die Jusos verweisen auf die Nähe zu Familien in der Stadt und auf gewachsene Strukturen. Angebote ließen sich so passgenau planen und verzahnen. Prävention, Beratung und Schutz sollten vor Ort gebündelt bleiben. So die Jusos.
Sicht aus dem Jugendhilfeausschuss
Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Juliane Rohrbacher-Staden, sieht Vor- und Nachteile. Eine Abgabe an den Kreis könnte mittelfristig Kosten verteilen. Gleichzeitig ginge städtische Gestaltungsfreiheit verloren. Stadt und Landkreis hätten zudem unterschiedliche Sozialstrukturen. Das wirke sich auf Angebote aus, so die Einschätzung.
Kooperation statt Gegeneinander
Beide Seiten betonen: Zusammenarbeit hilft. Bei Aufgaben mit Rechtsanspruch – etwa Pflegekinderdienst oder Adoptionsvermittlung – könnten gemeinsame Lösungen Kapazitäten sichern. Vertretungen ließen sich besser organisieren, und Doppelstrukturen würden vermieden.
Rahmen und nächste Schritte
Für Entscheidungen sind rechtliche und finanzielle Vorgaben des Landes zentral. Planungssicherheit gilt als Schlüssel. Aus städtischer Sicht braucht es klare Beschlüsse, verlässliche Finanzierung und einen Fokus auf Inhalte statt Zuständigkeitsfragen.