Antenne Bad Kreuznach
today15. November 2025
Bad Kreuznach Prozess: Die Strafkammer setzt am 19. November den Fall um eine tödliche Auseinandersetzung in der Kirschsteinanlage fort. Der Termin beginnt um 09:00 Uhr im Saal 7 des Landgerichts. Die Kammer plant weitere Verhandlungstage am 05.12., 10.12., 11.12. und 17.12. Die Öffentlichkeit zeigt großes Interesse, weil der Fall zwei Vorfälle umfasst, die nur eine Woche auseinanderliegen.
Der angeklagte 33-Jährige aus Bad Kreuznach sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe. Sie spricht von versuchter gefährlicher Körperverletzung und Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Die Ereignisse spielen sich beide Male in der Kirschsteinanlage ab, die viele Menschen in der Stadt gut kennen.
Mitte Oktober 2024 verkauft der Angeklagte in der Anlage einen Joint an einen Bekannten. Weil Kleingeld fehlt, beginnt ein Streit. Laut Anklage zieht der Mann einen Schraubenzieher und sticht wiederholt in Richtung seines Bekannten. Der Mann weicht aus. Die Stiche treffen ihn nicht, doch seine Jacke reißt ein.
Die Staatsanwaltschaft sieht in diesem Vorfall die Grundlage für den späteren Streit. Viele Kreuznacher nutzen die Kirschsteinanlage täglich. Daher fragen sich seit Monaten viele Menschen, wie es zu dieser Eskalation kam.
Nur eine Woche später geraten die beiden Männer erneut aneinander. Wieder spielt sich alles in der Kirschsteinanlage ab. Anlass ist die beschädigte Jacke. Ein Freund des Bekannten ist diesmal dabei. Die Situation spitzt sich zu.
Der Angeklagte verlässt die Anlage kurz. Nach einigen Minuten kehrt er mit einem Messer zurück. Außerdem nimmt er einen Holzstock an sich. Auch die anderen beiden bewaffnen sich. Der Bekannte greift zu einem Stock, den er für den Fall einer erneuten Auseinandersetzung im Baum versteckt hat. Sein Freund zerbricht eine Flasche und hält den Flaschenhals in der Hand.
So stehen sich drei Männer gegenüber. Die Lage wirkt schnell gefährlich.
Die Situation eskaliert. Die Staatsanwaltschaft beschreibt eine körperliche Auseinandersetzung. Der Angeklagte sticht mit dem Messer auf den Freund seines Bekannten ein. Ein Stich trifft den Brustkorb unterhalb der rechten Achsel. Die Ermittler sagen, dass der Angeklagte eine tödliche Verletzung zumindest billigend in Kauf genommen habe.
Der Bekannte schlägt danach mit seinem Stock auf den Unterarm des Angeklagten, doch der Stock bricht. Der Angeklagte sticht auch auf ihn ein und schlägt ihm mit dem eigenen Stock gegen die Stirn. Danach flieht er.
Der verletzte Bekannte bringt seinen Freund sofort ins Krankenhaus. Ärzte versuchen alles. Doch der Mann stirbt an massivem Blutverlust. Die Ermittler dokumentieren oberflächlichere Verletzungen beim Bekannten, doch der Tod des Freundes steht im Mittelpunkt des Bad Kreuznach Prozesses.
Das Gericht hat mehrere Fortsetzungstermine angesetzt.
Geschrieben von: L. Winterfeld

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