Bad Kreuznach: Ricarda Funk holt zwei Medaillen in Prag

Geschrieben von Lena Winterfeld

Die Bad Kreuznacher Ausnahmeathletin Ricarda Funk hat beim Weltcup in Prag erneut ihre Klasse unter Beweis gestellt. Die 34-Jährige vom KSV Bad Kreuznach gewann Silber im Kajak-Cross Individual und sicherte sich zusätzlich Bronze im Kajak-Cross-Wettbewerb.

Ricarda Funk hat beim Weltcup im tschechischen Prag für die deutschen Glanzlichter gesorgt. Nachdem die Kanuslalom-Wettbewerbe für das deutsche Team nicht wie erhofft verlaufen waren, brachte die Kajak-Cross-Konkurrenz die ersehnten Erfolgserlebnisse. Die KSV-Paddlerin stand dabei gleich zweimal auf dem Podium.

Ricarda Funk verpasst Gold nur um Haaresbreite

Bereits im Kajak-Cross Individual zeigte die Olympiasiegerin eine starke Leistung. Auf der anspruchsvollen Strecke fehlten ihr am Ende lediglich 0,07 Sekunden zum Sieg. Gold ging an die Tschechin Katerina Bekova, Bronze an die Französin Marjorie Delassus.

Entsprechend groß war die Freude bei Funk nach dem Rennen. Die Bad Kreuznacherin bezeichnete den Kajak-Cross selbst als ihre „Wackeldisziplin“ und zeigte sich überrascht über ihre starke Zeit. Besonders die schwierigen Aufwärtstore stellten die Athletinnen vor große Herausforderungen.

Bronze für Ricarda Funk beim Weltcup in Prag

Auch in den direkten Duellen der besten Athletinnen blieb die KSV-Sportlerin auf Erfolgskurs. Runde um Runde kämpfte sich Funk durch das Teilnehmerfeld und erreichte schließlich das Finale.

Dort entwickelte sich ein spannendes Rennen bis auf die letzten Meter. Im Endspurt setzte sich die Bad Kreuznacherin gegen die US-Amerikanerin Evy Leibfarth durch und sicherte sich Bronze. Gold gewann Camille Prigent aus Frankreich vor der Polin Klaudia Zwolinska.

Nach dem Rennen zeigte sich Funk erleichtert und glücklich. Bis zur Ziellinie habe sie gekämpft, sagte die 34-Jährige. Aufgrund des engen Rennverlaufs rechnete sie sogar mit einem Fotofinish.

Weltcup-Debütant überrascht mit Bronze

Für einen weiteren deutschen Höhepunkt sorgte Marten Konrad vom WSC Bayer Dormagen. Der erst 20-Jährige feierte bei seinem Weltcup-Debüt überraschend die Bronzemedaille im Kajak-Cross Individual.

Lange Zeit musste Konrad nach seinem Lauf in der Führungsbox warten und beobachten, wie zahlreiche erfahrene Konkurrenten an seiner Zeit scheiterten. Am Ende mussten sich nur der Italiener Giovanni de Gennaro und der Brite Joseph Clarke vor ihm platzieren.

Der Nachwuchspaddler hatte selbst nicht mit einem Podestplatz gerechnet und sprach von einem überraschenden Erfolg.

Weitere deutsche Starter mit Licht und Schatten

Neben Ricarda Funk qualifizierten sich auch Andrea Herzog vom Leipziger KC sowie Annkatrin Plochman von der SGV Nürnberg-Fürth für die Kopf-an-Kopf-Rennen.

Weniger glücklich verlief der Wettkampf für den Leipziger Felix Sachers. Der 19-jährige Weltcup-Debütant lag auf Kurs Richtung nächste Runde, verlor jedoch am letzten Aufwärtstor entscheidende Sekunden und belegte Rang 50.

Auch der erfahrene Stefan Hengst vom KR Hamm verpasste als 36. den Einzug in die Runde der besten 32 Athleten.

Aus deutscher Sicht blieb damit vor allem Ricarda Funk die prägende Athletin des Wochenendes. Mit Silber und Bronze bestätigte die Bad Kreuznacherin einmal mehr ihre internationale Klasse und sorgte für die erfolgreichsten deutschen Ergebnisse beim Weltcup in Prag.

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