Nach einem Betrugsversuch am Freitagnachmittag warnt die Polizei Bad Kreuznach vor sogenannten „Dachhaien“. Zwei Männer sollen bei einem Ehepaar zunächst Dacharbeiten für 270 Euro angeboten und anschließend 5.000 Euro verlangt haben. Der Vorfall ereignete sich gegen 16.15 Uhr in der Straße Am Felseneck.
Aus 270 Euro werden plötzlich 5.000 Euro
Nach Angaben der Polizei klingelten zwei Männer im Alter von 34 und 42 Jahren an der Haustür des Ehepaars in Bad Münster am Stein-Ebernburg und gaben sich als Dachdecker aus. Sie überredeten die Bewohner dazu, ihre Dachrinne erneuern zu lassen. Dafür vereinbarten beide Seiten zunächst einen Preis von 270 Euro. Nach Abschluss der Arbeiten verlangten die Männer jedoch 5.000 Euro. Das Ehepaar wurde daraufhin misstrauisch, verweigerte die Zahlung und rief die Polizei. Die Beamten trafen beide Männer noch vor Ort an.
Polizei leitet Ermittlungen ein
Gegen die Männer ermittelt die Polizei nun wegen des Verdachts auf versuchten gewerbsmäßigen Betrug. Außerdem besteht der Verdacht auf Schwarzarbeit. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor sogenannten „Dachhaien“. Diese bieten häufig spontan vermeintlich notwendige Arbeiten an Häusern an und verlangen anschließend deutlich höhere Beträge.
Keine spontanen Aufträge an der Haustür
Die Polizei rät deshalb dazu, Handwerker nur zu beauftragen, wenn diese selbst bestellt wurden oder beispielsweise von einer Hausverwaltung angekündigt sind. Zudem sollten Hausbesitzer keine Dienstleistungen unter Zeitdruck vereinbaren oder vorschnell Verträge unterschreiben. Wer Zweifel an einem Angebot hat oder eine Situation verdächtig findet, sollte die Polizei verständigen.



