Antenne Bad Kreuznach
Quelle: Die leuchtend blau-violett gefärbten Blüten des Ackerrittersporns bringen Farbe ins Feld / Agnieszka Kwiecień | CC BY-SA 4.0
Der Feldrittersporn ist von der Loki-Schmidt-Stiftung zur Blume des Jahres 2026 gekürt worden. An der Technischen Hochschule Bingen wird die Pflanze im Rahmen eines Forschungsprojekts intensiv untersucht.
Mit der Auszeichnung soll auf den starken Rückgang sogenannter Ackerwildkräuter aufmerksam gemacht werden. Viele dieser Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste. Gründe dafür sind unter anderem intensive Landwirtschaft sowie der Einsatz von Herbiziden und Düngemitteln.
Im Projekt „Rückkehr und Schutz von Ackerwildkräutern – Etablierung von Erhaltungsäckern in Rheinland-Pfalz“ dokumentieren Forschende die letzten Bestände und sichern Saatgut. In einem weiteren Schritt sollen geeignete Flächen als Erhaltungsäcker genutzt werden, um die Pflanzen wieder anzusiedeln.
Nach Angaben der TH Bingen leisten Ackerwildkräuter einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt. Sie dienen vielen Insekten als Nahrungsquelle und teilweise auch als Lebensraum. Saatgut seltener Arten wird zudem in der Saatgutbank des Botanischen Gartens Mainz eingelagert.
Erste Erhaltungsflächen bestehen bereits, unter anderem auf einem Acker im Raum Mainz. Weitere Standorte sollen folgen. Landwirtinnen und Landwirte, die Flächen zur Verfügung stellen möchten, können sich direkt an das Projektteam wenden.
Das Forschungsprojekt wird über die Aktion Grün des Landes Rheinland-Pfalz gefördert und ist noch bis Ende Februar 2027 angelegt.
Geschrieben von: Paul Calmund
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