Birkenfeld

Chemische Reaktion bei Hochwaldsprudel in Schwollen: Zwei Mitarbeiter verletzt

today19. August 2025

Hintergrund
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Schwollen – Am frühen Montagmorgen (18. August 2025) kam es im Mineralbrunnenbetrieb Hochwaldsprudel in Schwollen zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Das teilt die Stützpunktfeuerwehr der Stadt Birkenfeld mit. Gegen 5 Uhr früh hatte sich in einem 200-Liter-Fass nach der Vermischung zweier Gefahrstoffe eine exotherme Reaktion gebildet, bei der Nitrosegase austraten.

Zwei Mitarbeiter medizinisch behandelt

Durch die Dämpfe wurden zwei Mitarbeiter verletzt, die vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt werden mussten. Die Einsatzleitung räumte sofort das betroffene Gebäude und ließ das Fass durch speziell ausgerüstete CSA-Trupps sichern.

Warnung über Antenne und MoWaS

Da Nitrosegase grundsätzlich gefährlich sind, wurde vorsorglich eine Bevölkerungswarnung über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) und über die Antenne herausgegeben. Betroffen waren neben Schwollen auch die Nachbarorte Hattgenstein und der Bereich rund um den Industriebetrieb.

Messungen gaben Entwarnung

Parallel führten Einsatzkräfte umfangreiche Messungen in der Halle sowie in der Umgebung durch. Dabei wurden keine erhöhten Werte festgestellt. Später ausgewertete Luftproben bestätigten: Es handelte sich um die erwarteten Nitrosegase, eine zusätzliche oder unkontrollierte Schadstofffreisetzung gab es nicht. Damit bestand für Anwohnerinnen und Anwohner zu keiner Zeit akute Gefahr – unmittelbar am Fass allerdings durchaus eine brisante Situation.

Großeinsatz mit vielen Wehren aus der Region

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Schwollen auch Einheiten aus Birkenfeld, Hoppstädten, Baumholder sowie die Wachen 2 und 3 der Feuerwehr Idar-Oberstein. Unterstützt wurden sie durch die Kreisfeuerwehrinspekteure, die Schnelleinsatzgruppe Birkenfeld, das DRK, die Polizei sowie ein Fachentsorgungsunternehmen. Insgesamt waren mehrere Dutzend Kräfte beteiligt.

Nach Sicherung des Fasses und Belüftung der Halle konnte der Einsatz gegen Morgen beendet und die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben werden.

Geschrieben von: Patrick Berger