Für Claire Schönborn und ihren Beifahrer Michael Wenzel steht vom 23. bis 25. Oktober das Saisonfinale der FIA Rallye-Europameisterschaft an. Bei der Rally Six Cities North of Portugal geht es auf Schotter über anspruchsvolle Strecken. Für die 27-jährige Schönborn ist es eine Rückkehr an einen besonderen Ort: In Portugal sammelte sie im vergangenen Jahr ihre ersten Erfahrungen auf losem Untergrund.
Schotter, schnelle Prüfungen und der Fafe-Sprung
Gleichzeitig schließt sich für Schönborn im ADAC Opel Junior Rally Team ein Kreis. Nach dem Saisonauftakt in Schweden wird beim Finale erstmals wieder auf Schotter gefahren. Für die Pilotin ist es erst der zweite Einsatz im Opel Corsa Rally4 auf diesem Belag. Zu den bekannten Streckenabschnitten zählt auch der berühmte Sprung von Fafe, der aus der Rallye-Weltmeisterschaft bekannt ist.
Der Wechsel verlangt eine schnelle Umstellung: Am vergangenen Wochenende beendete Schönborn die asphaltierte Rallye Sanremo auf Platz sechs. In Portugal wartet nun Schotter statt Asphalt. Außerdem wechselt sie vom vollelektrischen Opel Mokka GSE Rally aus dem ADAC Opel GSE Rally Cup zurück in den frontgetriebenen Opel Corsa Rally4.
Schönborn freut sich auf die Rückkehr nach Portugal. Bei ihrem ersten Schotterauftritt im vergangenen Jahr hatte sie unter anderem bei einem Überschlag wichtige Erfahrungen gesammelt. Drei Wertungsprüfungen kennt sie bereits, darunter die mit dem Fafe-Sprung. Mit dem Corsa Rally4 steht sie jedoch vor einer neuen Herausforderung, da sich das Fahrzeugkonzept deutlich von dem Allradler unterscheidet, den sie im Vorjahr gefahren ist.
„Ich freue mich riesig, wieder in Portugal zu starten. […] Die Prüfungen sehen sehr vielversprechend aus. Ich hoffe, wir können zum Saisonabschluss noch einmal ein kleines Highlight setzen“, so Schönborn.
17 Wertungsprüfungen auf rund 181 Kilometern
Die Rally Six Cities North of Portugal umfasst 17 Wertungsprüfungen mit insgesamt 181,10 Kilometern. Der Auftakt findet am Freitagabend auf dem Campo de São Mamede in Guimarães statt. Anschließend folgt mit Monte da Penha die einzige Asphaltprüfung der Rallye. Die 2,92 Kilometer lange Strecke führt über die kurvige Rampa da Penha bergauf. Der Start ist für 19.05 Uhr Ortszeit vorgesehen, wenn es bereits dämmert.
Am Samstag stehen zwei Durchgänge durch die Regionen Cabeceiras de Basto, Ribeira de Pena und Boticas auf dem Programm. Die längste Wertungsprüfung ist Ribeira de Pena mit 18,24 Kilometern, die zweimal absolviert wird. Zwischen den beiden Schleifen bleibt den Teams beim Remote Service in Boticas nur ein Zeitfenster von 15 Minuten für Anpassungen.
Am Sonntag folgen mit Montim, Seixoso und Santa Quitéria Streckenabschnitte, die auch aus der Rallye-Weltmeisterschaft bekannt sind. Wer am Vormittag einen guten Rhythmus findet, kann sich damit eine günstige Ausgangslage für die abschließende Power Stage verschaffen.



