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Minister besucht JVA Rohrbach
Am Heiligabend hat Justizminister Philipp Fernis die JVA Rohrbach besucht. Mit seinem Besuch setzt er die Tradition seines verstorbenen Vorgängers Herbert Mertin fort, der 1999 den jährlichen Weihnachtsbesuch einer Justizvollzugsanstalt eingeführt hatte. Fernis nutzte die Gelegenheit, um allen Mitarbeitenden der Anstalt persönlich zu danken.
Der Minister würdigte die Arbeit der Bediensteten in seiner Ansprache. „Wie an allen anderen Tagen des Jahres sorgen Sie auch an Weihnachten, während andere besinnlich im Kreis ihrer Familien feiern, für die Sicherheit in der Anstalt. Doch Sie tun noch weit mehr als das. Sie kümmern sich in dieser für die Gefangenen emotional oft sehr schwierigen Zeit ganz besonders um deren Wohl – etwa mit Ihren Adventsfeiern, mit denen Sie gemeinsam mit der Gefängnisseelsorge alles dafür tun, die Weihnachtszeit für die Gefangenen so schön zu gestalten, wie es unter diesen Umständen eben möglich ist. Für diesen Einsatz danke ich Ihnen herzlich!“ sagte Fernis.
Er betonte, dass die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unverzichtbar für den Rechtsstaat ist. Besonders hob er hervor, dass der Dienst nicht nur Sicherheit gewährleistet, sondern auch Menschlichkeit fördert.
Fernis zeigte sich erfreut über das Engagement der JVA Rohrbach bei der Nachwuchsgewinnung. „Die Arbeit im Allgemeinen Vollzugsdienst ist unverzichtbar für einen funktionierenden Rechtsstaat. Mit großer Freude sehe ich daher, wie Sie für die im Justizvollzug vertretenen Berufsfelder werben. Am 17. Januar 2026 veranstalten Sie hier Ihren nächsten Recruiting Day, bei dem Sie potentiellen Nachwuchskräften spannende Einblicke in die Arbeit ‚hinter Gittern‘ geben und zeigen, wie vielseitig, sinnstiftend und wichtig Ihr Beruf ist. Ich danke Ihnen und allen Ihren Kolleginnen und Kollegen von Herzen für dieses großartige Engagement und wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Fest und alles Gute für das kommende Jahr!“
Die JVA Rohrbach liegt zwischen Wöllstein und Gau-Bickelheim und wurde 2002 eröffnet. Sie ist eine von zwölf Justizvollzugseinrichtungen des Landes Rheinland-Pfalz. Über 200 Beschäftigte sorgen dort für den sicheren und menschlichen Strafvollzug. Die Einrichtung verfügt über 450 Haftplätze für Männer und Frauen und betreibt zudem eine Außenstelle in Wonsheim mit offenem Vollzug.
Im geschlossenen Vollzug für Männer ist die Anstalt zuständig für Haftstrafen bis zu zwei Jahren bei Wohnsitz im Landgerichtsbezirk Bad Kreuznach und bis zu fünf Jahren bei Wohnsitz im Landgerichtsbezirk Mainz. Für Frauen gilt eine Zuständigkeit bis zu vier Jahren im Raum Bad Kreuznach, Koblenz und Mainz. Auch Untersuchungshaftfälle aus diesen Regionen werden hier betreut.
Weitere Informationen finden Interessierte auf der Webseite der JVA Rohrbach oder zum Recruiting Day am 17. Januar 2026.
Geschrieben von: Thorsten Subat
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