Antenne Bad Kreuznach
today9. Juli 2025
Die Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest – kurz ASP – in Rheinhessen sind erfolgreich. So lautet eine Zwischenbilanz des Landkreises Mainz-Bingen und dessen Veterinäramts.
Der Leiter des Veterinäramts, Dr. Markus Wacker, bewertet die bisherigen Schritte als Erfolg: „Also, ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir erleistet haben. Also, wir waren mit unseren Maßnahmen wirklich erfolgreich, wenn man das vergleicht mit dem Verlauf in Hessen. Allerdings muss man sagen, wir hatten auch wesentlich günstigere Verhältnisse, was unser Standort angeht und was die Schwarzwildpopulation speziell in den Regionen, die jetzt betroffen sind, angeht.“
Im rheinland-pfälzischen Kerngebiet bei Oppenheim sind bis März insgesamt 47 Wildschweinkadaver positiv auf ASP getestet worden. Zusätzlich wurde ein weiteres infiziertes Tier am Rheinufer bei Ingelheim angeschwemmt.
Um die Ausbreitung der Seuche einzudämmen, werden Wildschweine im betroffenen Kerngebiet durch Zäune eingeschlossen und ihrer schnell tödlichen Krankheit überlassen. Dafür sind bislang über 200 Kilometer an Elektrozäunen aufgebaut worden. Schrittweise sollen diese nun durch feste Wildfangzäune ersetzt werden.
Das Veterinäramt bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und ruft zur Toleranz gegenüber den Maßnahmen auf. Insbesondere soll Vandalismus an den Schutzzäunen unterlassen werden, da dieser die Eindämmung der Seuche erheblich behindern kann. Ziel ist es, die ASP in den kommenden zwei bis drei Jahren vollständig zu besiegen.
Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich. Für landwirtschaftliche Betriebe mit Schweinezucht kann sie jedoch existenzbedrohend sein.
Geschrieben von: Paul Calmund
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