Antenne Bad Kreuznach
today15. April 2026
Die Aral-Tankstelle in Bad Kreuznach. Auch hier können die Preissenkungen an der Preistafel beobachtet werden.
Die Spritpreise in Rheinland-Pfalz haben sich zuletzt erneut nach oben bewegt. Vor allem Diesel ist vielerorts teuer geblieben, während auch Benzin an vielen Tankstellen kaum spürbar nachgegeben hat. Für Pendler, Handwerker und andere Autofahrer bedeutet das weiter steigende Kosten im Alltag.
Auffällig ist, dass sich die Preisschwankungen an den Zapfsäulen inzwischen stärker bemerkbar machen. Wer zur falschen Uhrzeit tankt, zahlt oft deutlich mehr als noch wenige Stunden zuvor. Genau das sorgt bei vielen Verbrauchern für Frust, weil Planung und Vergleich immer wichtiger werden.
Als Hintergrund gelten unter anderem höhere Rohölpreise, die allgemeine Marktlage und die neue Preisregelung an Tankstellen. Sie sollte eigentlich mehr Transparenz schaffen, führt in der Praxis aber offenbar dazu, dass Preise häufiger auf einem hohen Niveau starten. Verbraucher erleben deshalb eher Unsicherheit als Entlastung.
Genau deshalb hatte die Bundesregierung reagiert: Der Bundestag hatte ein Maßnahmenpaket gegen hohe Spritpreise beschlossen. Künftig dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal pro Tag, um 12:00 Uhr, erhöhen, Preissenkungen sollen aber jederzeit möglich bleiben. Außerdem wurde eine befristete Senkung der Mineralölsteuer angekündigt. Benzin und Diesel sollen für zwei Monate um rund 17 Cent pro Liter günstiger werden — das Ganze als direkte Entlastung für Verbraucherinnen, Verbraucher und Unternehmen.
Laut aktueller Statistik vom Portal Clever-Tanken.de lag der Preis von Diesel letzte Woche bei durchschnittlich 2,41 Euro je Liter. In den darauffolgenden Tagen sank der Spritpreis um circa 14 Cent auf 2,27 Euro je Liter. Hier konnte eine spürbare Preisreduzierung wahrgenommen werden. Für Autofahrerinnen und Autofahrer entlastet das nicht nur die Nerven sondern auch den Geldbeutel.
Verbraucher und Wirtschaft sollen nach Angaben von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) bei den Kraftstoffpreisen insgesamt um rund 1,6 Milliarden Euro entlastet werden. Die Koalition will es zudem Arbeitgebern im Jahr 2026 ermöglichen, eine steuer- und abgabenfreie „Entlastungsprämie“ von 1.000 Euro zu zahlen. Die Tabaksteuer soll, zur Gegenfinanzierung der steuerlichen Mindereinnahmen, schon im Jahr 2026 erhöht werden.
Die Koalition begrüßte die Ankündigung der Europäischen Kommission, analog zum EU-Energiekrisenbeitrag 2022 Maßnahmen gegenüber der Mineralölwirtschaft zu prüfen. Gemeint ist damit eine Übergewinnsteuer. Durch kartellrechtliche oder steuerrechtlich abgesicherte Maßnahmen soll die Gegenfinanzierung der steuerlichen Entlastungen gegenüber den Mineralölwirtschaftsunternehmen erfolgen.

Geschrieben von: Daniel Klein
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