Kirchheimbolanden

Esel auf Nachtwanderung

today7. Januar 2026

Hintergrund
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Nacht-Einsatz auf der Landstraße

In Oberwiesen im Donnersbergkreis kam es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 6. auf 7. Januar 2026, zu einem ungewöhnlichen Einsatz. Drei Esel hatten offenbar andere Pläne als Stallruhe und machten sich auf den Weg. Und zwar nicht über Feldwege, sondern über die Landstraße Richtung Kirchheimbolanden. 

Das klingt zunächst nach ländlicher Idylle, ist aber auf Asphalt schnell ernst. Denn wo Scheinwerfer, Kurven und Dunkelheit zusammenkommen, reicht ein kurzer Moment für ein gefährliches Bremsmanöver. Umso besser, dass der Ausflug nicht lange dauerte. 

Esel stoppen ihre Nachtwanderung

Als die Tiere den Streifenwagen sahen, war das Abenteuer schlagartig weniger reizvoll. Laut Polizei brachen die drei Esel ihre nächtliche Wandertour ab, sobald der Streifenwagen auftauchte. Man könnte sagen: Uniform wirkt, auch ohne Blaulicht.

Die Beamten verfolgten die Ausreißer anschließend zu Fuß, während auch die Besitzer vor Ort waren. Nach kurzer fußläufiger Verfolgung konnten die Esel „festgenommen“ werden, bevor es zu einem Unfall oder zu Schäden kam.

Oberwiesen liegt nur wenige Kilometer von Kirchheimbolanden entfernt. Gerade deshalb ist die Strecke dorthin kein reiner Wirtschaftsweg, sondern für viele eine alltägliche Verbindung. Und weil Tiere im Dunkeln oft spät zu sehen sind, steigt das Risiko, selbst wenn „nur“ drei Esel unterwegs sind.

Für Verkehrsteilnehmer gilt deshalb immer: Tempo anpassen, Blick weit nach vorn, und bei unerwarteten Hindernissen ruhig reagieren. Das hilft, weil hektische Ausweichmanöver oft mehr Schaden anrichten als kontrolliertes Abbremsen. Und wer öfters auf Landstraßen unterwegs ist, kennt es: Rehe, Wildschweine oder eben ein Esel tauchen nicht nach Terminplan auf.

Geschrieben von: Lena Winterfeld