Antenne Bad Kreuznach
Symbolbild Jonas Augustin
Der Erdgasaustritt in Schwabenheim hat gestern für einen umfangreichen Einsatz der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes im Landkreis Mainz-Bingen gesorgt. Nach Angaben von Jannick Georges, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises, strömte in einem Wohngebiet Erdgas in erheblicher Menge aus. Die Einsatzkräfte reagierten unmittelbar und leiteten Evakuierungen sowie Sicherungsmaßnahmen ein.
Die Einsatzleitung legte einen Sperrbereich fest, der sich auf einen größeren Radius ausweitete. Der Grund: Erdgas mischte sich im Bereich der Kanalisation mit Sauerstoff, wodurch ein nahezu explosionsfähiges Gemisch entstand. Dieser Umstand erhöhte das Risiko für die umliegenden Haushalte erheblich.
Die Bevölkerung erhielt eine Warnung über das modulare Warnsystem des Bundes. Die Einsatzkräfte sperrten den betroffenen Bereich ab und erweiterten ihn kurze Zeit später, nachdem die Lage eine noch größere Sicherheitszone erforderte.
Rund fünfzig Haushalte mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Anwohner versammelten sich in der örtlichen Grundschule. Dort betreuten Einheiten des medizinischen Katastrophenschutzes die Menschen und versorgten sie. Die Feuerwehr stellte währenddessen sicher, dass sich niemand im Gefährdungsbereich aufhielt.
Der Gasversorger ermittelte parallel die Ursache und arbeitete daran, die Gaszufuhr abzusperren. Erst nachdem die Spezialisten bestätigten, dass sich kein explosionsfähiges Gemisch mehr in der Kanalisation befand, konnten die Bewohner gegen 1 Uhr wieder in ihre Häuser zurück.
Im Einsatz waren Kräfte der gesamten Verbandsgemeinde Gau-Algesheim sowie der Gefahrstoffzug des Landkreises Mainz-Bingen. Außerdem war die Führungsunterstützung des Landkreises vor Ort, ebenso die Abschnittsleitung Gesundheit mit leitendem Notarzt und organisatorischer Leitung Rettungsdienst. Eine Schnelleinsatzgruppe übernahm Betreuung, Sanitätsdienst und Verpflegung. Nach Angaben des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs gab es keine Verletzten.
Geschrieben von: Geraldine Werner
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