Bad Kreuznach

Großbrände in Raumbach und Monzingen halten Feuerwehr in Atem

today14. Juli 2025

Hintergrund
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In Raumbach hat ein Vegetationsbrand rund 5.200 Quadratmeter verwüstet. Am Samstagnachmittag meldeten Anwohnende Rauchentwicklung in einem steilen Hang oberhalb der Ortslage. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen Weinberge und ein Waldstück bereits in Flammen. Betroffen waren etwa 4.000 Quadratmeter Rebfläche und 1.200 Quadratmeter Wald. Temperaturen um 29 Grad machten die Löscharbeiten zusätzlich schwer. Trotzdem handelten die Einsatzkräfte schnell und effektiv.

130 Einsatzkräfte – Löschhubschrauber im Einsatz

Insgesamt kämpften rund 130 Helfende gegen das Feuer. Dabei unterstützten Feuerwehren aus mehreren Verbandsgemeinden – Nahe-Glan, Lauterecken-Wolfstein, Rüdesheim, Wöllstein und Bad Kreuznach. Die Leitung übernahm Max Kraushaar, der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Nahe-Glan. Ein Feuerwehrmann verletzte sich leicht und kam vorsorglich ins Krankenhaus. Nach dem ersten Löscherfolg kam ein Löschhubschrauber zum Einsatz, der gezielt Glutnester anflog, die für die Teams am Boden kaum erreichbar waren. Das Wasser entnahm er am Stausee bei Niederhausen.

Drohne hilft aus der Luft

Eine Drohne mit Wärmebildkamera unterstützte die Nachlöscharbeiten. Sie zeigte exakt, wo noch Hitzequellen lagen. So konnte die Feuerwehr letzte Glutnester schnell bekämpfen. Die Technik half, Zeit und Kräfte zu sparen.

„Der Einsatz hat erneut gezeigt, wie wichtig die gute Zusammenarbeit aller Organisationen ist – besonders unter herausfordernden Bedingungen wie diesen. Mein Dank gilt allen Beteiligten für ihren engagierten und professionellen Einsatz.“, so der Einsatzleiter Max Kraushaar.

Zweiter Brand in Monzingen verhindert Schlimmeres

Gegen Abend forderte ein weiterer Brand Oberhalb von Monzingen die Einsatzkräfte. Dort brannte eine Wiesenfläche. Dort griffen 40 Feuerwehrleute aus Monzingen, Martinstein, Merxheim, Waldböckelheim und Bad Sobernheim ein. Sie verhinderten, dass sich die Flammen über die 400 Quadratmeter hinaus ausbreiteten.

Geschrieben von: Geraldine Werner