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IGS in Ingelheim und Nieder-Olm sollen sechszügig werden

Zu sehen ist ein leeres Klassenzimmer mit mehreren Tischen und Stühlen. An der Vorderseite des Raumes befindet sich eine große grüne Tafel. Durch die Fenster fällt Tageslicht in den Raum, außerdem sind Pflanzen und Regale zu sehen.
Bild: KI-unterstützt

Der Landkreis Mainz-Bingen will seine Schulentwicklungsplanung neu ausrichten. Landrat Thomas Barth und die Schulverwaltung schlagen vor, die geplanten Neubauten eines Gymnasiums in Stadecken-Elsheim und einer Integrierten Gesamtschule in Mommenheim zunächst nicht weiterzuverfolgen. Stattdessen sollen die IGS in Ingelheim und Nieder-Olm auf jeweils sechs Züge wachsen. Dadurch sollen insgesamt 112 zusätzliche IGS-Plätze entstehen.

Hohe Nachfrage nach IGS-Plätzen

Nach Angaben des Landkreises haben die beiden Gesamtschulen im aktuellen Schuljahr zusammen 254 Schüler abweisen müssen. 224 Schüler konnten aufgenommen werden.Mit einer Erweiterung könnten künftig 168 Schüler pro Jahrgang und Standort aufgenommen werden. Zusammen wären das 336 Plätze an beiden Schulen.

Der Landkreis begründet die neuen Pläne unter anderem mit der hohen Nachfrage nach IGS-Plätzen und veränderten Rahmenbedingungen auf Landesebene.

Erweiterung soll schneller möglich sein

Nach Angaben des Kreises lassen sich beide bestehenden Schulen grundsätzlich baulich erweitern. Dadurch könnten zusätzliche Plätze schneller entstehen als durch einen kompletten Schulneubau. Auch die Entwicklung der Schülerzahlen spielt bei der neuen Planung eine Rolle. Der Landkreis rechnet bis 2030 zunächst mit weiter steigenden Schülerzahlen an den weiterführenden Schulen. Danach sollen sie wieder auf das heutige Niveau sinken.

Neue Geburtenzahlen liegen außerdem unter den bisherigen Prognosen des Schulentwicklungsplans. Zwischen September 2025 und August 2026 sind laut Einwohnermeldeamt 1.623 Kinder geboren worden. Für das Schuljahr 2032/33 hatte die bisherige Prognose mit 2.054 Einschulungen gerechnet.

Kreistag soll im Dezember entscheiden

Auch die Kosten sprechen nach Angaben des Kreises für eine Erweiterung der bestehenden Schulen. Für ein neues vierzügiges Gymnasium in Stadecken-Elsheim wären Investitionen von rund 80 Millionen Euro notwendig. Zunächst sollen der Schulträgerausschuss und der Kreisausschuss über den Vorschlag beraten. Die endgültige Entscheidung soll der Kreistag im Dezember treffen.

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