Antenne Bad Kreuznach
Das Feuerwehrjahr 2025 begann ohne jede Schonfrist. Kaum hatte das neue Jahr begonnen, rückten die Einsatzkräfte in Bad Kreuznach bereits aus. Schon in der Silvesternacht bekämpfte die Freiwillige Feuerwehr mehrere Brände im Stadtgebiet.
Müllcontainer und Kartonagen gerieten in Brand und hielten die Feuerwehr bis in die frühen Morgenstunden in Atem. In allen Fällen verhinderten die Kräfte ein Übergreifen auf Gebäude. Dennoch zeigte sich früh, wie schnell aus Feuerwerksresten gefährliche Situationen entstehen.
Nur wenige Tage später folgte eine Serie von Mülltonnenbränden. In Bad Münster am Stein-Ebernburg und Teilen von Bad Kreuznach brannten Tonnen in kurzen Abständen, teils nachts und in Wohngebieten. Die Einsatzkräfte rückten mehrfach aus, und die Verunsicherung in der Bevölkerung wuchs.
Parallel brachte der Januar stürmisches Wetter. In Hermeskeil rissen orkanartige Böen eine Bushaltestelle um. Mehrere Menschen wurden verletzt, und die Feuerwehr sicherte Gefahrenstellen und unterstützte den Rettungsdienst.
Im Februar folgte einer der größten Brände des Jahres. In Alzey stand ein Dachstuhl in Vollbrand. Die massive Rauchentwicklung löste Warn-Apps aus, Anwohner hielten Fenster und Türen geschlossen. Mehrere Feuerwehren verhinderten ein Übergreifen der Flammen. Zurück blieb ein stark beschädigtes Gebäude.
Im November kam es zu einem Einsatz, der Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gleichermaßen forderte. Fünf Schülerinnen und Schüler gerieten in der Nahe in Gefahr.
„Mehrere Jugendliche mussten mit einer Winde aus einem Hubschrauber gerettet werden, nachdem ihr Ruderboot bei einem Wendemanöver gekentert war. Sie saßen auf Steinen im Wasser fest. Wir haben zuerst versucht, mit einem Einsatzkräfte im speziellen Schutzanzug zu ihnen zu kommen, aber die Strömung war so stark, dass sie ihm die Beine weggerissen hat.“
Der Einsatz zeigte, wie trügerisch Gewässer sein können und wie wichtig abgestimmtes Handeln ist.
Ebenfalls im November erschütterte eine Explosion ein Wohnhaus in Bosenheim. Ein Brand war ausgebrochen, und Teile des Gebäudes wurden zerstört.
„Auf der Rückseite fehlte die komplette Wand vom Erdgeschoss bis in den ersten Stock. Eine Bewohnerin lag auf der Couch, dann hat es gerumst, und sie fand sich plötzlich im Erdgeschoss wieder.“
Nur zwei Tage später brannte es erneut. Im Eingangsbereich der Gaststätte Holzwurm in der Mannheimer Straße kam es zu einem Feuer. Ermittlungen ergaben später Brandstiftung.
Das Feuerwehrjahr 2025 bleibt als Jahr der Extremereignisse in Erinnerung. Brände in dichter Bebauung, Sturm mit Verletzten, eine spektakuläre Wasserrettung und eine Explosion mit massiven Schäden zeigten, wie breit das Spektrum der Feuerwehr ist und wie entscheidend ihr schnelles Eingreifen bleibt.
Geschrieben von: Thorsten Subat
Copyright Antenne Bad Kreuznach - Ihr Radio für die Rhein-Nahe Region