Antenne Bad Kreuznach
Das Polizeijahr 2025 begann mit einem Vorfall, der viele Menschen fassungslos machte. Schon in den ersten Tagen des Jahres rückte die Polizei aus. In der Silvesternacht sprengten Unbekannte vermutlich mit Feuerwerk den Briefkasten einer Kindertagesstätte in Talfang.
Verletzt wurde niemand, doch der Sachschaden war erheblich. Besonders der Ort sorgte für Entsetzen, denn eine Kita steht für Schutz und Vertrauen. Die Tat schockierte weniger durch ihre Beute, sondern durch ihre Symbolik.
Nur wenige Tage später folgte der nächste Einsatz. In Bingen sprengten Täter zwei Parkautomaten, einen am Fruchtmarkt und einen am Naheparkplatz. Die Explosionen verursachten massive Schäden, und die Stadt sprach von sinnloser Zerstörung öffentlichen Eigentums. Die Polizei leitete umfangreiche Ermittlungen ein.
Parallel rückte ein weiteres Thema früh in den Fokus. Bereits im Januar warnte die Polizei eindringlich vor sogenannten Schockanrufen. Betrüger gaben sich als Polizisten oder Angehörige aus und setzten ihre Opfer massiv unter Druck.
Sie forderten Bargeld oder Wertgegenstände, und die Masche zeigte weiterhin Wirkung. Deshalb setzte die Polizei ihre Präventionskampagnen konsequent fort, und die Warnungen rissen auch im weiteren Jahresverlauf nicht ab.
Im März begleitete die Polizei die Kreuznacher Narrfahrt mit einem Großaufgebot. Aus polizeilicher Sicht verlief der Einsatz ruhig, und er zeigte, wie wichtig Vorbereitung und Präsenz sind.
„Es ist hochprofessionell organisiert.“
„Und natürlich kann man dann glücklich darüber sein.“
Im September erschütterte ein weiterer Vorfall die Region. In Braunweiler griff ein Zuschauer während eines Fußballspiels einen Schiedsrichter tätlich an. Die Tat sorgte für Entsetzen und machte deutlich, dass Gewalt gegen Ehrenamtliche konsequent verfolgt werden muss.
Im November kam es schließlich zu einem dramatischen Rettungseinsatz. Fünf Schülerinnen und Schüler gerieten an der Nahe in Not. Polizei und weitere Einsatzkräfte rückten mit großem Aufgebot aus, und alle Betroffenen konnten gerettet werden.
Das Polizeijahr 2025 zeigte kein Jahr vieler kleiner Meldungen. Einzelne, teils drastische Vorfälle prägten das Bild. Sie reichten von Sprengungen über Betrugsversuche bis zu Einsätzen, die Menschenleben retteten. Prävention, Präsenz und schnelles Handeln blieben entscheidend.
Geschrieben von: Thorsten Subat
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