Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen gefordert

Geschrieben von Geraldine Werner Lesezeit: 2 Minuten

Die Bundestagsabgeordnete der Nahe-Region Julia Klöckner hat in einem Schreiben an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach, Marc Ullrich, auf verwilderte und herrenlose Katzen hingewiesen. Sie setzt sich für eine Pflicht zur Kastration und Kennzeichnung freilaufender Katzen ein, um die Situation in der Region zu entschärfen.

Tierheim warnt vor Katzennot

Die Leiterin des Bad Kreuznacher Tierheims, Mona Speicher, beschreibt die Lage als „Katzennot“. Sie erklärt: „Wenn man eine Katze hält, muss diese kastriert werden und markiert sein. Das heißt, dass sie einen Transponder unter die Haut gesetzt bekommt, der mit einer Nummer registriert ist. So können die Tiere wieder zu ihrem Besitzer zurückgeführt werden. Es fehlt nicht nur an der Kastration, sondern auch an der Kennzeichnungspflicht.“

Speicher betont, dass nicht nur die große Zahl an Katzen problematisch sei, sondern auch die damit verbundenen Krankheiten. Die steigende Population führe zu einer Überlastung der Einrichtungen.

Beispiele aus Rheinland-Pfalz

Laut Klöckner haben bereits mehrere Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz entsprechende Verordnungen eingeführt. Sie verweist darauf, dass eine solche Regelung weder mit hohen Kosten noch mit großem bürokratischem Aufwand verbunden sei.

Ziel: Schutz von Tieren und Entlastung der Tierheime

Klöckner warnt, dass es umso schwieriger werde, alle Tiere zu versorgen, je weiter die Zahl an Katzen steige. Eine verpflichtende Kastration und Kennzeichnung könne helfen, die Ausbreitung einzudämmen und die Tierheime zu entlasten.