Antenne Bad Kreuznach
today8. Januar 2026
Symbolbild (Foto: Bernd Klutsch)
Junge Menschen dort abholen, wo sie stehen, und sie beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf begleiten – dieses Ziel verfolgt die Jugendberufsagentur. Bereits 2015 wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter sowie der Jugendhilfe des Landkreises und der Stadt Bad Kreuznach geschlossen. Im Jahr 2022 wurde das Angebot um das Projekt JBA+ erweitert.
Das Projekt JBA+ kann auch im Jahr 2026 fortgeführt werden. Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+) hat die Genehmigung für den vorzeitigen Projektbeginn erteilt. Landrätin Bettina Dickes und der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Kohl begrüßen die Entscheidung und betonen die Bedeutung des gemeinschaftlichen Ansatzes für junge Menschen mit Orientierungsbedarf.
Das Angebot der JBA+ richtet sich an junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Die JBA+ besteht aus zwei Projektsäulen: Der Koordinierungsstelle und der Aufsuchenden Arbeit. Sie trägt entscheidend dazu bei, dass junge Menschen Orientierung finden. Alisa Nesselberger begleitet junge Menschen individuell, berät bei persönlichen Problemlagen und sucht sie an ihren Lebensorten wie Jugendtreffs oder Ausbildungsbörsen auf.
Die Koordinierungsstelle unter der Leitung von Selina Krieg steuert die Zusammenarbeit mit Trägern der Jugendhilfe, Schulen, dem Jobcenter, der Berufsberatung sowie weiteren ESF+-Projekten. Zudem organisiert sie Veranstaltungen und übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit.
Ein zentrales Angebot ist die monatliche offene Sprechstunde im Jugend- und Kooperationszentrum „Die Mühle“ in Bad Kreuznach. Dort kommt regelmäßig auch das mobile Fotostudio der JBA+ zum Einsatz, mit dem Jugendliche kostenfrei professionelle Bewerbungsfotos erhalten können.
Seit fast zwei Jahren wird zudem die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle der Jugendberufsagentur in der Bad Kreuznacher Innenstadt vorbereitet. Geplant ist, mehrere Institutionen unter einem Dach zu vereinen und feste Beratungs- und Serviceangebote anzubieten. Der Landkreis Bad Kreuznach plant hierfür die Anmietung geeigneter Räumlichkeiten.
Die Bedeutung der JBA+ nimmt weiter zu. Ein aktueller Referentenentwurf zum SGB II und III hebt den Stellenwert der Jugendberufsagentur hervor und empfiehlt die gesetzliche Verankerung einer Koordinierungsstelle.
Joey Isted, Geschäftsführer des Jobcenters Bad Kreuznach: „Ich bin sehr froh, dass wir als Jobcenter Bad Kreuznach mit der Förderzusage des Europäischen Sozialfonds Plus und der Kofinanzierung des Landkreises Bad Kreuznach dieses wichtige Angebot fortführen können.“
Edeltraut Nikodemus von der Agentur für Arbeit ergänzt: „Ich halte die Unterstützung der Jugendberufsagentur Plus für essentiell. Am Ausbildungsmarkt braucht es eine koordinierende und planende Hand, wenn regionale Akteure aus unterschiedlichen Rechts- und Fachgebieten gemeinsame, attraktive Angebote für Jugendliche schaffen möchten. Für Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen ist die aufsuchende Beratung unverzichtbar.“
Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus sowie durch das Jobcenter und den Landkreis Bad Kreuznach.
Termine mit den Mitarbeiterinnen der JBA+ können telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden. Zusätzlich gibt es an jedem letzten Donnerstag im Monat von 14 bis 16 Uhr eine offene Sprechstunde im Jugend- und Kooperationszentrum „Die Mühle“ in Bad Kreuznach.
Geschrieben von: Maximilian Wischermann
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