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Mehrere Fluchtversuche vor Vollzugsdienst in Bad Kreuznach

E-Scooter
Symbolbild

Bei Kontrollen in Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg sind am 12. Oktober mehrere Personen vor dem Kommunalen Vollzugsdienst geflüchtet. Die Einsatzkräfte stellten unter anderem Cannabis, ein Springmesser und mehrere E-Scooter sicher.

Der Kommunale Vollzugsdienst der Stadt Bad Kreuznach hat am 12. Oktober 2026 verstärkt die Fußgängerzone sowie mehrere Grünanlagen kontrolliert. Dabei waren mehrere Streifen in Uniform und in Zivil im Einsatz. Im Verlauf des Tages kam es zu mehreren Fluchtversuchen und Widerstand gegen die Einsatzkräfte. Insgesamt ahndeten die Mitarbeiter 22 Verstöße durch Fahrer von E-Scootern und Radfahrer.

20-Jähriger flüchtet vom Salinenplatz

Gegen 16.30 Uhr kontrollierten Zivilkräfte auf dem Salinenplatz in Bad Kreuznach einen Fahrer eines E-Scooters. Nach Angaben der Stadt fuhr er ohne gültige Versicherungsplakette durch die für den Fahrzeugverkehr gesperrte Fußgängerzone. Zunächst hielt der Mann an. Während der anschließenden Feststellung seiner Identität lief er jedoch davon und ließ sein Fahrzeug zurück. Eine weitere Streife entdeckte den Flüchtigen wenige Minuten später in der Wormser Straße und hielt ihn fest. Die Einsatzkräfte stellten anschließend seine Identität fest und sicherten den E-Scooter. Laut Stadt war es bislang weder für den Straßenverkehr zugelassen noch versichert. Gegen den 20-Jährigen soll nun eine Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz folgen.

Einsatzkraft im Kurpark verletzt

Am Abend meldeten Anwohner gegen 19.20 Uhr eine Gruppe offenbar jugendlicher Personen im Kurpark in Bad Münster. Nach Angaben der Stadt konsumierte die Gruppe dort Cannabis. Als die Einsatzkräfte die Personen kontrollieren wollten, flüchteten zwei Mitglieder zu Fuß. Einer von ihnen warf dabei laut Stadt eine gefüllte Getränkedose auf die Einsatzkräfte. Die Dose traf einen Beamten am Kopf und verletzte ihn leicht. Die Mitarbeiter des Vollzugsdienstes konnten den Flüchtigen noch im Kurpark stoppen. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte nach Angaben der Stadt knapp 90 Gramm Cannabis. Damit lag die Menge nach einer ersten Messung deutlich über den erlaubten 25 Gramm. Weil der Verdacht auf eine Straftat bestand, übergab der Vollzugsdienst den Fall an die Polizeiinspektion Bad Kreuznach.

14-Jähriger flüchtet im Bürgerpark

Später kontrollierten die Einsatzkräfte den Bürgerpark am Amtsgericht in der Dürerstraße. Dort versuchte nach Angaben der Stadt ein 14-Jähriger auf einem technisch veränderten E-Scooter zu fliehen. Der Jugendliche fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit durch den Park. Eine weitere Streife wartete jedoch bereits in einer angrenzenden Seitenstraße und stoppte ihn. Nach Angaben der Stadt leistete der 14-Jährige anschließend erheblichen Widerstand. Deshalb kamen zwei weitere Streifen der Verkehrsüberwachung zur Unterstützung. Bei der Durchsuchung stellten die Einsatzkräfte ein Springmesser sowie das technisch veränderte Fahrzeug sicher. Gegen den Jugendlichen laufen nach Angaben der Stadt mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie eine Strafanzeige.

Fahrzeug auf 41 Kilometer pro Stunde beschleunigt

Ein weiterer E-Scooter fiel bei einer Verkehrskontrolle auf, weil er nach Angaben der Stadt eine Geschwindigkeit von bis zu 41 Kilometern pro Stunde erreichte. Auch dieses Fahrzeug stellten die Einsatzkräfte sicher. Im Verlauf des Dienstes ahndete der Kommunale Vollzugsdienst insgesamt 22 Verstöße durch Fahrer von E-Scootern und Radfahrer in der Fußgängerzone und im Bürgerpark. Außerdem stellten die Mitarbeiter zwei technisch veränderte E-Scooter, ein Fahrzeug ohne gültigen Versicherungsschutz, mehrere E-Zigaretten sowie einen weiteren als gestohlen gemeldeten E-Scooter sicher.

Ordnungsdezernent sieht wachsende Herausforderungen

Ordnungsdezernent Mirko Helmut Kohl hält regelmäßige Kontrollen für notwendig. Nach seinen Angaben nehmen Widerstände gegen die Ordnungskräfte zu. Gleichzeitige Kontrollen in Uniform und in Zivil an besonders betroffenen Orten hätten sich bewährt. Kohl dankte den Mitarbeitern zudem für ihren Einsatz.

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