Antenne Bad Kreuznach
Das Ev. Kinderhaus Matthäus steht vor großen Veränderungen, denn eine umfangreiche Sanierung ist geplant. Das evangelische Kinderhaus in der Hofgartenstraße betreut rund 60 Kinder und gehört fest zur Stadt. Doch Brandschutzauflagen erfordern nun ein Bauprojekt mit einem Volumen von etwa 1,2 Millionen Euro.
Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1906, und deshalb bringt es besonderen Charme mit. Gleichzeitig entstehen dadurch aber neue Anforderungen, denn moderne Sicherheitsstandards müssen erfüllt werden. Sabine Götzinger erklärt dazu: „Wir müssen ’ne größere Sanierungsmaßnahme durchführen. Das verlangt der Brandschutz.“
Geplant sind unter anderem ein neues Dach, zusätzliche Fluchtwege und technische Anpassungen. Außerdem müssen viele Räume umgebaut werden, da jeder Raum künftig einen zweiten Ausgang benötigt. Dennoch bleibt das Kinderhaus während der Bauzeit geöffnet, und die Betreuung läuft weiter.
Zunächst stand das Projekt auf der Kippe, denn wichtige Gelder fehlten. Zwar bewilligte das Land Rheinland-Pfalz Fördermittel, doch die Stadt konnte wegen eines gesperrten Haushalts zunächst nicht zahlen. Dadurch fehlte Planungssicherheit.
Inzwischen hat sich die Lage verbessert, und die Fristen wurden verlängert. Zudem fließen bereits erste Gelder. Götzinger beschreibt die Erleichterung so: „Wir sind glücklich, weil’s endlich weitergehen kann.“
Dennoch bleibt eine große finanzielle Lücke, denn die Kirchengemeinde muss mehrere hunderttausend Euro selbst tragen. Daher startet das Ev. Kinderhaus Matthäus zusätzliche Aktionen.
Ein Teil der Summe ist bereits gesichert, denn eine ehemalige Leiterin hinterließ dem Kinderhaus eine Erbschaft. Dennoch fehlen weiterhin rund 300.000 Euro. Deshalb ruft das Team ehemalige Kinder und Unterstützer zur Hilfe auf.
Ein Höhepunkt wird ein Benefizkonzert am 25. April in der Matthäuskirche sein. Die Band „Top Used“ tritt auf, und viele Besucher sollen kommen. Denn je voller die Kirche ist, desto höher fällt die Unterstützung aus.
Parallel setzt das Ev. Kinderhaus Matthäus auf Spenden und Engagement aus der Region. Viele Eltern helfen bereits aktiv mit, und auch nach den Bauarbeiten wird Unterstützung gebraucht.
Während der Bauphase bleibt der Betrieb bestehen, und die Kinder erleben eine spannende Zeit. Colette Dayton sagt dazu: „Es soll also um uns herum gebaut werden.“
Die Gruppen weichen oft ins Freie aus, denn Parks, Spielplätze und die Umgebung bieten viele Möglichkeiten. Dadurch bleibt der Alltag abwechslungsreich, und die Kinder profitieren weiterhin von einem aktiven Angebot.
Das Ev. Kinderhaus Matthäus zeigt damit, wie Tradition und Zukunft verbunden werden. Denn trotz Herausforderungen bleibt das Ziel klar: ein sicherer und lebendiger Ort für Kinder.
Geschrieben von: Thorsten Subat
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