Nahe Dran: SanoVivente aus Bingen

Geschrieben von Thorsten Subat

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Bittertropfen im Espresso, Ingwertropfen im Wintergetränk oder Lavendelsirup in einem Mocktail: Das Binger Unternehmen SanoVivente möchte traditionelle Kräuterprodukte neu interpretieren und vielseitiger nutzbar machen. Andreas Schmidt und Henning Harth stellten in der Sendung „Nahe Dran“ drei neue Produkte vor. Neben dem Geschmack spielt für das Unternehmen die regionale Herstellung eine wichtige Rolle.

Bitter, scharf und süß

Das neue Sortiment folgt dem Dreiklang „bitter, scharf, süß“. Die Bittertropfen enthalten Auszüge aus 14 Kräutern und Pflanzen. Dazu gehören unter anderem Artischockenblätter, Schafgarbe, Enzianwurzel, Wermut, Lavendelblüten, Fenchelsamen, Kardamom und Kurkuma. Die Extrakte werden nicht mit Alkohol, sondern in Glycerin gelöst. Dadurch erhalten die Tropfen eine dickflüssigere Konsistenz und trotz der enthaltenen Bitterkräuter einen vergleichsweise süßen Geschmack. Die Ingwertropfen verbinden nach Angaben des Unternehmens ein zunächst fruchtiges Aroma mit der für Ingwer typischen Schärfe. Ergänzt wird das Sortiment durch einen Lavendelsirup, der zusätzlich Galgant enthält.

Nicht nur für die pure Anwendung gedacht

Die Produkte können pur verwendet werden. SanoVivente möchte sie jedoch ausdrücklich nicht auf eine täglich abgezählte Menge Tropfen reduzieren. Die Bittertropfen eignen sich nach Angaben des Unternehmens beispielsweise zum Verfeinern von Salatdressings, Tee oder Espresso. Bitter- und Ingwertropfen können zudem für alkoholfreie Cocktails sowie kalte und warme Getränke verwendet werden. Auch für den Lavendelsirup wurden unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten entwickelt. Rezeptkarten sollen zeigen, wie die Produkte beim Kochen und für verschiedene Getränke eingesetzt werden können.

Herstellung in Bingen

SanoVivente entwickelt und produziert seine Kräuterprodukte in Bingen. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen nach Angaben von Henning Harth aus der Region. Das Unternehmen gehört außerdem der Regionalmarke SoNah an. Über dieses Netzwerk arbeitet es mit weiteren regionalen Herstellern und Händlern zusammen und bezieht einen Teil seiner Rohstoffe aus der Umgebung. Inhaltlich lässt sich SanoVivente auch von der Geschichte und Kultur der Region inspirieren. Dazu gehört die Verbindung zu Hildegard von Bingen. Das Unternehmen verfolgt dabei nach eigener Aussage jedoch einen eigenen Ansatz und übernimmt nicht unmittelbar deren historische Kräuterlehre.

Verkauf online, im Handel und auf Märkten

Die Produkte sind in begrenztem Umfang online sowie bei verschiedenen Geschäften aus dem SoNah-Netzwerk erhältlich. Besonders wichtig ist den Verantwortlichen der persönliche Kontakt auf regionalen Märkten und Veranstaltungen. Dort können Besucher die Produkte probieren und sich unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten erklären lassen. Gleichzeitig möchte das Unternehmen Rückmeldungen und neue Ideen für die weitere Produktentwicklung sammeln.

Stand beim Museumsfest in Bad Sobernheim

Die nächste Gelegenheit zum Kennenlernen gibt es am Sonntag, 27. September, beim Museumsfest im Freilichtmuseum Bad Sobernheim. SanoVivente präsentiert sich dort gemeinsam mit SoNah und weiteren regionalen Anbietern. Eine Woche später, am Sonntag, 4. Oktober, ist das Unternehmen beim Trauben- und Obstmarkt in Bad Sobernheim vertreten. Am 16. Dezember folgt ein Stand beim Weihnachtssingen von Antenne Bad Kreuznach auf dem Kornmarkt. Aktuelle Informationen zu Produkten und Veranstaltungsterminen veröffentlicht SanoVivente außerdem bei Instagram und Facebook.

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