Ein Stück Alzeyer Stadtgeschichte ist wieder gut sichtbar: Die Hinweistafel am Hohen Glockenturm hinter dem Neubau der Kreisverwaltung Alzey-Worms wurde umfassend erneuert. Kreisbeigeordnete Stephanie Jung hat die sanierte Tafel gemeinsam mit Gisela und Wulf Kleinknecht vor Ort begutachtet. Das Ehepaar hatte die Erneuerung mit seinem Fachwissen begleitet und die neue Tafel gespendet.
Historische Hinweistafel am Glockenturm in Alzey erneuert
Die bisherige Tafel war stark verwittert, durch Graffiti verschmutzt und teilweise kaum noch lesbar. Auch der Sockel wies deutliche Witterungs- und Rostspuren auf und musste überarbeitet werden.
„Ein historischer Ort verdient auch eine ansprechende und gut lesbare Information. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Hinweistafel jetzt wieder in einem so guten Zustand ist und diesen viel frequentierten Standort aufwertet“, erklärte Stephanie Jung. Ihr besonderer Dank galt Gisela und Wulf Kleinknecht für deren Unterstützung und Spende. Auch Philipp Steinbrecher dankte sie, der die Umsetzung innerhalb der Kreisverwaltung koordiniert hatte.
Informationen für die Tafel neu zusammengestellt
Philipp Steinbrecher stellte die historischen Informationen für die neue Tafel zusammen. Gisela und Wulf Kleinknecht begleiteten die Erneuerung von Beginn an, brachten ihr Fachwissen ein und übernahmen die Kosten für die neue Tafelplatte samt Aufdruck.
„Uns war wichtig, dass die Geschichte dieses besonderen Ortes wieder sichtbar wird und die Informationen auch für Besucherinnen und Besucher verständlich und gut lesbar sind“, erklärten Gisela und Wulf Kleinknecht. Deshalb hätten sie die Erneuerung gerne unterstützt. Umso mehr freuten sie sich, das Ergebnis nun vor Ort sehen zu können.
Stück Alzeyer Stadtgeschichte
Die Tafel informiert über den Hohen Glockenturm, die Vormauer, den Stadtgraben und die noch vorhandenen Reste der mittelalterlichen Stadtmauer. Seit dem 13. Jahrhundert war Alzey von einer Wehrmauer umgeben. Nach der Stadterhebung im Jahr 1277 entstand ein neuer, geschlossener Befestigungsring mit Mauern, Türmen, Toren und Gräben.
Der markante Glockenturm hatte dabei mehrere Aufgaben. Er diente der Sicherung der Stadt und wurde als Beobachtungs- und Signalturm genutzt. Von dort aus konnten sich nähernde Gefahren frühzeitig erkannt und durch Glockensignale gemeldet werden.
Der stilisierte Glockenturm entlang der historischen Stadtmauer hinter dem Neubau der Kreisverwaltung wurde 2021 fertiggestellt. Die Umsetzung erfolgte mit Mitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren – Aktive Stadt“. Der Standort liegt im Fördergebiet „Innenstadt Süd“.



