Neues aus dem Rathaus

Geschrieben von Thorsten Subat

Die Brücken in Bad Kreuznach beschäftigen die Stadtverwaltung stark. Oberbürgermeister Emanuel Letz sprach jetzt über den Zustand vieler Bauwerke. Besonders alte Metallbrücken bereiten Sorgen. Außerdem fehlen Fachkräfte für wichtige Kontrollen.

60 Brücken in städtischer Verantwortung

Bad Kreuznach besitzt viele Brücken. Insgesamt betreut die Stadt rund 60 Bauwerke. Dazu kommen weitere Brücken von Bund, Land und Bahn. Deshalb laufen viele Projekte nur gemeinsam mit anderen Behörden. Ein Beispiel ist die Ochsenbrücke. Dort trägt das Land die Verantwortung. Gleichzeitig spielt auch die Bahn eine wichtige Rolle. Denn die Brücke führt über Gleise. Auch beim geplanten neuen Löwensteg stimmt sich die Stadt mit der Bahn ab. Emanuel Letz erklärte dazu: „Wir würden auch gerne sofort wieder, äh, eine entsprechende Brücke drüber machen.“ Aktuell laufen Gespräche über notwendige Verträge. Danach soll der sogenannte „Löwensteg 2.0“ entstehen.

Quellenhofbrücke bleibt großes Sorgenkind

Besonders kritisch sieht die Stadt die Quellenhofbrücke. Die Fußgängerbrücke musste bereits gesperrt werden. Der Zustand gilt als problematisch. Vor allem alte Metallkonstruktionen machen Schwierigkeiten. Viele Brücken entstanden nach dem Krieg. Damals nutzte man andere Materialien als heute. Letz sagte dazu: „Die Metallbrücken, die haben’s in sich.“ Die Stadt prüft zwar weiterhin mögliche Lösungen. Dennoch rechnet die Verwaltung aktuell eher mit einem Abriss. Allein dieser könnte rund 600.000 Euro kosten. Steinbrücken schneiden dagegen oft besser ab. Einige ältere Bauwerke stehen bis heute stabil.

Fachkräfte fehlen bundesweit

Ein weiteres Problem betrifft das Personal. Die Stadt besitzt aktuell nur einen Brückenprüfer. Dabei müssten deutlich mehr Stellen besetzt werden. Doch geeignete Fachkräfte fehlen bundesweit. Viele Kommunen suchen gleichzeitig nach Experten. Außerdem erreichen viele Brücken jetzt ihre technische Altersgrenze.Deshalb setzt die Stadt klare Prioritäten. Besonders wichtige Verkehrsachsen sollen offen bleiben. Sperrungen wie bei der Ochsenbrücke oder Landfuhrbrücke möchte die Verwaltung unbedingt verhindern. Emanuel Letz erklärte außerdem: „Ich hoffe nicht, dass wir noch zukünftig irgendwelche Brücken sperren müssen.“ Die kommenden Jahre bleiben deshalb herausfordernd. Dennoch will die Stadt Schritt für Schritt wichtige Bauwerke sichern und modernisieren.

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