Neues aus dem Rathaus Bad Kreuznach

Geschrieben von Thorsten Subat •

Oberbürgermeister Emanuel Letz ist heute zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch in die Bad Kreuznacher Partnerstadt Neuruppin gereist. Anlass ist der Tag der Deutschen Einheit. Im Mittelpunkt stehen der Austausch über Geothermie, die weitere Zusammenarbeit beider Städte und ein mögliches gemeinsames Kinderbuchprojekt. Begleitet wird Letz unter anderem vom neuen Geschäftsführer der Kreuznacher Stadtwerke. Die Delegation will sich ansehen, welche Erfahrungen die Stadtwerke Neuruppin mit der Nutzung von Geothermie gesammelt haben.

Erfahrungen der Stadtwerke Neuruppin nutzen

Bereits bei seinem Antrittsbesuch hatte Letz Einblicke in die Arbeit der dortigen Stadtwerke erhalten. Die vorgestellten Projekte hätten ihn nachhaltig beeindruckt. Nun soll geprüft werden, ob einzelne Erfahrungen auch für Bad Kreuznach und die Kreuznacher Stadtwerke interessant sein könnten. Lauut Oberbürgermeister besitzt auch Bad Kreuznach Potenzial für die Nutzung von Geothermie. Der Besuch solle deshalb dazu dienen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und mögliche Ansätze für die weitere Entwicklung der Energieversorgung kennenzulernen.

Partnerschaft soll weiter ausgebaut werden

Letz besucht Neuruppin zum zweiten Mal seit seinem Amtsantritt. Vertreter der Partnerstadt waren zwischenzeitlich bereits zweimal in Bad Kreuznach zu Gast. Zum Programm gehören ein europäisches Kulturereignis mit einer Buchlesung sowie eine historische Stadtführung. Gleichzeitig ist ein Arbeitstreffen vorgesehen, bei dem beide Städte über die weitere Ausgestaltung ihrer Partnerschaft beraten wollen. Die Verbindung zwischen Bad Kreuznach und Neuruppin werde auch durch zahlreiche Vereine getragen. Letz erinnerte sich im Gespräch an einen früheren Besuch mit der Badmintonabteilung des TuS Winzenheim.

Kinderbuch über Bad Kreuznach geplant

Eine weitere Idee, die Letz mit nach Neuruppin nimmt, ist ein Kinderbuch über Bad Kreuznach. Darin sollen die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt altersgerecht vermittelt werden. Vorbild ist ein entsprechendes Projekt aus Alzey. Das Buch könnte Grundschulkindern und Schülern beim Übergang auf eine weiterführende Schule ihre Heimatstadt näherbringen. Neuruppin verfügt mit der Figur „Fontane reist“ bereits über einen eigenen Zugang zur Stadtgeschichte für jüngere Menschen. Letz kann sich vorstellen, beide Ansätze miteinander zu verbinden und die Idee gemeinsam weiterzuentwickeln.

Erster „Love Place“ im Salinental eröffnet

Vor seiner Abreise hatte der Oberbürgermeister an der Eröffnung des ersten Bad Kreuznacher „Love Place“ im Salinental teilgenommen. Der Verkehrsverein verwandelte eine nicht mehr reparierbare Brunnenanlage in einen neuen Aufenthaltsort. Der frühere Brunnen wurde bepflanzt und durch Metallblumen sowie ein Gitter für Liebesschlösser ergänzt. Letz bezeichnete das Projekt auch als einen symbolischen Brückenschlag zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster. Die Stadt und die Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH hatten die Umgestaltung genehmigt.

Neue inklusive Spielstationen auf der Roseninsel

Auf der Roseninsel wurden außerdem zwei neue Spielstationen eröffnet. Die Anlage ist ein erstes sichtbares Ergebnis einer Arbeitsgruppe, die sich mit der Weiterentwicklung der mehr als 40 städtischen Spielplätze beschäftigt. In die Planungen flossen auch Anregungen aus der Bürgerbeteiligung und des Stadtelternausschusses ein. Bei der Gestaltung wurde der inklusive Gedanke berücksichtigt. Als weiteres größeres Projekt ist im Salinental ein Wasserspielplatz vorgesehen. Letz hofft, dass die neuen Geräte auf der Roseninsel bereits in den Herbstferien intensiv genutzt werden.

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