Im Kreis Bad Kreuznach sind zwei Rehkitze bei Mäharbeiten tödlich verletzt worden – die Tierschutzorganisation PETA hat nun Strafanzeige erstattet. Das geht aus einer Mitteilung der Organisation hervor.
Tiere vermutlich in Langenlonsheim-Stromberg erfasst
Den Angaben zufolge wurden die Rehkitze Mitte Juni auf Feldern in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg von Mähwerken getötet. Eine Person entdeckte später die Überreste der Tiere. Die Strafanzeige richtet sich gegen die Verantwortlichen, denen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, das Strafgesetzbuch und das Bundesnaturschutzgesetz vorgeworfen werden.
PETA fordert Konsequenzen für fehlende Schutzmaßnahmen
Fachreferent für Wildtiere bei PETA, Peter Höffken, erklärt: „Der Ablauf ist jetzt wie üblich, dass die Staatsanwaltschaft die Zeugen befragt, den Beschuldigten befragt. Wir gehen davon aus, also sofern dann eben die Schuld festgestellt wird, dass eine Geldstrafe in Form eines Strafbefehls ausgestellt wird. Wir hoffen natürlich, dass das eine deutliche Sanktionierung wird, damit der Landwirt das nicht weglächelt und einfach weitermacht wie bisher, sondern dass das schon eine empfindliche Strafe dann auch wird.“
Rehkitzschutz per Wärmebilddrohne gefordert
PETA fordert eine gesetzliche Pflicht zur vorherigen Absuche von Wiesen mit Wärmebilddrohnen. In der Vergangenheit haben mehrere Gerichte bereits festgestellt, dass das Unterlassen solcher Schutzmaßnahmen als vorsätzliche Tötung gewertet werden kann.
Jährlich 100.000 tote Rehkitze durch Mäharbeiten
Nach Angaben der Tierschutzorganisation sterben jedes Jahr in Deutschland rund 100.000 Rehkitze durch Mähmaschinen. Die Tiere zeigen bei Gefahr keinen Fluchtreflex, sondern bleiben regungslos am Boden liegen und werden daher oft übersehen.