Landkreis Mainz-Bingen

Spenden aus Mainz-Bingen sicher in der Ukraine angekommen

today16. Dezember 2025

Hintergrund
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Eine große Hilfsaktion aus dem Landkreis Mainz-Bingen ist erfolgreich abgeschlossen worden: Ein voll beladener 40-Tonner mit neun Tonnen Spenden hat die ukrainische Stadt Mayaky bei Odessa erreicht. Die Hilfsgüter werden nun vor Ort an die Bevölkerung verteilt.

Neun Tonnen Hilfsgüter für die Partnergemeinde

Wie die Kreisverwaltung mitteilt, befanden sich an Bord des Lastwagens unter anderem Bekleidung, Schuhe, Decken, Schlafsäcke, Spielzeug, Mal- und Bastelmaterialien, Lebensmittel sowie Hygieneartikel.

Initiative aus Klein-Winternheim

Initiiert wurde die Spendenaktion von der ehemaligen Klein-Winternheimer Ortsbürgermeisterin Ute Granold in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Das Partnerschaftsbüro des Landkreises Mainz-Bingen unterstützte die Aktion organisatorisch und beteiligte sich mit 2.500 Euro an den Transportkosten. Weitere 3.500 Euro an Spendengeldern wurden für Hygieneartikel und Medikamente eingesetzt.

Große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung

Beim offiziellen Sammeltermin und in den Tagen danach kamen insgesamt 1.097 Kisten und Säcke zusammen. Der Lastwagen war bis auf den letzten Platz gefüllt – lediglich zehn Säcke mit Schuhen mussten zurückbleiben und werden für eine weitere Aktion aufbewahrt. „Es freut mich sehr, dass wir dazu beigetragen haben, den Menschen in Mayaky zum Fest eine Freude zu bereiten“, sagte der Mainz-Binger Landrat Thomas Barth.

Über 50 Helferinnen und Helfer im Einsatz

Mehr als 50 Ehrenamtliche unterstützten die Aktion, darunter Helfer aus der Region, Menschen mit Fluchterfahrung sowie Mitarbeitende der kommunalen Bauhöfe und Verwaltungen. Nach rund fünf Tagen Fahrt wurde der LKW in Mayaky von zahlreichen Helfenden und Bürgermeister Viktor Diachenko in Empfang genommen.

Dank für gelebte Solidarität

Einen großen Dank gab es am Ende von Ute Granold und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, Ralph Spiegler: „So viel Unterstützung, sei es mit Geld- und Sachspenden, aber auch den vielen Helferinnen und Helfern, die viele Stunden mit teilweise harter körperlicher Arbeit die Sachspenden sortiert, verpackt, für den Zoll gewogen und in den LKW beladen haben. Das ist überwältigend. Es ist schön zu erfahren, was möglich ist, wenn Menschen zusammenhalten und füreinander einstehen.“

Geschrieben von: Maximilian Wischermann