Zwölf Nominierte für Kulturpreis 2026 in Idar-Oberstein

Geschrieben von Georgina Voskuhl •

Für den Kulturpreis 2026 der Stadt Idar-Oberstein sind zwölf Personen, Vereine und Gruppen nominiert. Über die Vergabe entscheidet eine Jury.

Für den Kulturpreis 2026 der Stadt Idar-Oberstein sind zwölf gültige Vorschläge eingegangen. Die Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert. Das Preisgeld stellt die Kreissparkasse Birkenfeld bereit. Bis Ende September konnten natürliche Personen Vorschläge einreichen. Die Nominierten kommen aus verschiedenen Bereichen der Kultur. Deshalb reicht das Spektrum von Musik und Theater bis zu regionaler Geschichte und gesellschaftlichem Engagement.

Jury entscheidet über den Kulturpreis

Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Ihr gehören der Oberbürgermeister und die Mitglieder des Kulturausschusses an. Außerdem sind Vertreter der Kulturpreisträger der vergangenen drei Jahre sowie ein Vertreter des Sponsors dabei. Die Stadt stellt die Nominierten öffentlich vor. Die Jury selbst tagt jedoch nichtöffentlich.

Musik und Theater unter den Nominierten

Zu den Nominierten gehört Lukas Baeskow aus Idar-Oberstein. Der Musicaldarsteller besuchte das Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz und studierte anschließend an der American Musical and Dramatic Academy in New York. Danach stand er auf Bühnen in den USA und in Deutschland. Zudem kehrt er mit eigenen Konzertprojekten immer wieder in seine Heimat zurück. Auch die Theatergruppe Heimspiel steht auf der Liste. Mit dem Stück „Oberstein 1926 – Rettet die Felsenkirche“ verband das Ensemble in diesem Jahr Geschichte, Theater und Musik. Der Gospel- und Pop Chor Idar-Oberstein ist ebenfalls nominiert. Der Chor entstand 2008 und setzt seitdem auf moderne Musik. Zum Programm gehören unter anderem Gospels, Spirituals, Sacro-Pop und internationale Pop-Titel.

Edelsteine und Stadtgeschichte spielen eine Rolle

Der Förderverein Deutsche Edelsteinstraße gehört ebenfalls zu den Nominierten. Seit 1974 setzt sich der Verein für das Kulturgut Edelstein sowie dessen Gewinnung und Bearbeitung ein. Außerdem wählt er seit 1976 alle zwei Jahre die Deutsche Edelsteinkönigin. Dieter Jerusalem ist für sein Archiv zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte von Idar-Oberstein nominiert. Dieses hat er in den vergangenen 50 Jahren aufgebaut. Zugleich dokumentiert es die Geschichte der Edelstein- und Schmuckindustrie der Stadt.

Film, Podcast und Konzerte

Auch die Jugendtheatergruppe des Kamäleon e. V. ist nominiert. Sie präsentierte in diesem Jahr ihren ersten Kinofilm im Movietown Neubrücke. Grundlage war das selbst geschriebene Stück „Der Fall Pablo“. Florian Meigen und Maximilian Storr produzieren seit Oktober 2025 jede Woche den Podcast „Flutlicht Birkenfeld“. Darin beschäftigen sie sich mit dem regionalen Fußball sowie mit dessen Menschen und Geschichten. Dr. Roland Müller-Hirth wiederum gibt als Hobbypianist zahlreiche Konzerte. Dabei sammelt er unter anderem Spenden für den Klaviernachwuchs und für Arbeiten auf Schloss Oberstein.

Weitere Namen auf der Liste

Dirk Rohde organisierte in diesem Jahr erstmals das Nahe Sommerfest auf dem Parkplatz der Messe Idar-Oberstein. Maria und Maxim Schukov geben seit 2003 gemeinsam Klavierunterricht. Im selben Jahr eröffneten sie ihre erste Musikschule. Inzwischen betreiben sie mehrere Musikschulen in der Region und leiten zudem Chöre und Ensembles. Mikk Schunke arbeitet als Musikerin und Sängerin. Sie unterrichtet außerdem Gitarre und Gesang und bietet Workshops für Jugendliche an. Für „Oberstein 1926 – Rettet die Felsenkirche“ komponierte sie zudem das Lied „Oberstein ist nicht Berlin“.

Village Blues seit 25 Jahren aktiv

Auch die Band Village Blues ist für den Kulturpreis nominiert. Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 spielt die Gruppe Blues und Acoustic-Rock. Inzwischen blickt die Formation auf 25 Jahre zurück. Dabei verband sie ihre Auftritte immer wieder mit Benefizkonzerten für soziale Projekte.