Andreas Hund ist neuer Ortsbürgermeister von Feilbingert. Er wurde am Freitagabend in der Lemberghalle ernannt, vereidigt und in sein Amt eingeführt. Gleichzeitig verabschiedete die Gemeinde Andrea Silvestri nach zwölf Jahren als Ortsbürgermeisterin.
In Feilbingert hat am Freitagabend der Wechsel an der Spitze der Ortsgemeinde stattgefunden. Der Erste Beigeordnete Egbert Steinbach ernannte und vereidigte Andreas Hund im Rahmen einer Gemeinderatssitzung in der Lemberghalle. Hund hatte die Urwahl am 20. September bereits im ersten Wahlgang mit rund 65 Prozent der Stimmen gegen zwei Mitbewerber gewonnen.
Andrea Silvestri nach zwölf Jahren verabschiedet
Bei der Sitzung wurde zugleich Andrea Silvestri offiziell verabschiedet. Sie hatte das Amt der Ortsbürgermeisterin zwölf Jahre lang ausgeübt. Seit 1999 gehörte Silvestri dem Gemeinderat an, seit 2014 stand sie als Ortsbürgermeisterin an der Spitze der Gemeinde. Zum 1. Oktober 2026 hatte sie das Amt niedergelegt. Hintergrund ist ihr Wechsel an die Spitze der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach, deren Bürgermeisterin sie seit April 2026 ist.
Rückblick auf zahlreiche Projekte
In ihrer Abschiedsrede blickte Silvestri auf mehrere Projekte und Entwicklungen ihrer Amtszeit zurück. Dazu zählten unter anderem die Sanierung und Modernisierung der Lemberghalle, die Weiterentwicklung touristischer Angebote sowie die Vitaltour „Geheimnisvoller Lemberg“. Auch die Wohngruppe für Menschen mit Demenz im Rahmen des Programms „WohnPunkt RLP“, die Dorfmoderation und die Fortschreibung des Dorferneuerungskonzepts gehörten zu den Themen ihrer Amtszeit. Darüber hinaus nannte Silvestri die Neugestaltung des Brunnenplatzes, die „Feilbingerter Genussbox“ und die Sanierung des Totenhöller Wegs. Weitere Schwerpunkte waren nach ihren Angaben die nachhaltige Waldbewirtschaftung, Verkehrssicherheit, Hochwasserschutz, Glasfaserausbau und die Infrastruktur.
Corona und Verwaltungsreform als besondere Herausforderungen
Zu den besonderen Herausforderungen ihrer Amtszeit zählte Silvestri die Auflösung der Verbandsgemeinde Bad Münster am Stein-Ebernburg und die Eingliederung in die Verbandsgemeinde Bad Kreuznach. Auch die Corona-Pandemie habe das gesellschaftliche Leben stark eingeschränkt. So konnte das Jubiläum „950 Jahre Feilbingert“ nicht wie geplant mit einem großen Fest gefeiert werden. Stattdessen entstand als bleibendes Zeichen die XXL-Bank.
Ahornbaum als Abschiedsgeschenk
Von ihrer CDU-Fraktion erhielt Silvestri zum Abschied einen zwölf Jahre alten Ahornbaum. Nach Angaben der ehemaligen Ortsbürgermeisterin passte das Geschenk zu einem ihrer langjährigen Schwerpunkte, der nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes und dem Lemberg. Fraktionssprecher Torsten Hahn erklärte, der Baum stehe unter anderem für Wachstum, Beständigkeit, Vitalität und Leben. Der Feldahorn gilt nach seinen Worten zudem als Symbol für Balance und die Harmonisierung von Extremen.
Dank an Gemeinde und Ehrenamt
In ihrer Abschiedsrede dankte Silvestri unter anderem ihren Beigeordneten, dem Gemeinderat, den Ausschüssen und den Mitarbeitern der Ortsgemeinde. Außerdem würdigte sie die Arbeit der Vereine, der Feuerwehr, der Ersthelfer, der Kirchen, der Schulen und weiterer Einrichtungen. Besonders hob sie das Engagement der Bürger hervor, etwa bei Hilfsaktionen nach der Flutkatastrophe im Ahrtal und bei Hilfslieferungen in die Ukraine.
Wünsche für den Nachfolger
Silvestri wünschte ihrem Nachfolger Andreas Hund für seine neue Aufgabe Erfolg, Kraft und eine gute Zusammenarbeit mit Gemeinderat, Mitarbeitern und Bürgern. Sie betonte zugleich, dass ihre Verbundenheit mit Feilbingert mit dem Ende ihrer Amtszeit nicht ende. Auch künftig wolle sie als Bürgerin und Nachbarin ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen im Ort haben.



