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Die Ausbildung in der JVA Rohrbach bietet jungen Menschen eine sichere berufliche Perspektive. Gleichzeitig eröffnet sie auch Quereinsteigern neue Chancen. Die Justizvollzugsanstalt bei Wöllstein sucht regelmäßig Nachwuchs für den Vollzugsdienst. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten im Allgemeinen Vollzugsdienst. Diese Beamten betreuen Gefangene im Alltag. Außerdem sorgen sie für Sicherheit und klare Abläufe innerhalb der Anstalt.
Die Ausbildung in der JVA Rohrbach dauert insgesamt 18 Monate. Dabei wechseln sich Theorie und Praxis ab. Der theoretische Teil findet an der Justizvollzugsschule in Wittlich statt. Dort verbringen die Anwärter rund acht Monate. Anschließend folgt der praktische Teil direkt in der JVA Rohrbach. Dieser Abschnitt dauert etwa zehn Monate. Während dieser Zeit lernen die Anwärter verschiedene Bereiche der Anstalt kennen. Außerdem schreiben sie regelmäßig Klausuren. Am Ende der Ausbildung folgt eine mündliche Laufbahnprüfung.
„Unsere Ausbildung dauert 18 Monate und ist insgesamt aufgesplittet in einen theoretischen und einen praktischen Teil.“
Wer sich für die Ausbildung in der JVA Rohrbach interessiert, muss einige Voraussetzungen erfüllen. Bewerber benötigen mindestens einen Realschulabschluss. Alternativ reicht auch ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Außerdem müssen Bewerber mindestens 18 Jahre alt sein. Für eine spätere Verbeamtung gilt eine Altersgrenze von 40 Jahren. Allerdings können ältere Bewerber auch als Beschäftigte im Vollzugsdienst arbeiten. Zusätzlich benötigen Bewerber die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-Staates. Außerdem müssen sie polizeidiensttauglich sein und einen Führerschein besitzen.
Auch Quereinsteiger entscheiden sich für die Ausbildung in der JVA Rohrbach. Ein Beispiel ist Anwärter Carsten Müller. Der gelernte Koch arbeitete mehrere Jahre im Ausland. Danach führte er gemeinsam mit seiner Frau ein Restaurant in der Region. Nach der Corona-Zeit suchte er jedoch eine neue berufliche Perspektive.
„Was mir sehr gut gefällt, ist die Arbeit mit den Gefangenen und der Zusammenhalt unter den Bediensteten.“
Heute absolviert Müller seine Ausbildung im Vollzugsdienst. Dabei durchläuft er verschiedene Abteilungen innerhalb der JVA Rohrbach.
Ein klassischer Probearbeitstag ist im Justizvollzug aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Deshalb organisiert die JVA Rohrbach regelmäßig einen sogenannten Recruiting Day. Dort erhalten Interessierte Einblicke in den Arbeitsalltag. Außerdem lernen sie verschiedene Fachbereiche kennen. Auch ein nachgestellter Haftraum gehört zum Programm. Der nächste Recruiting Day ist für Ende August oder Anfang September geplant. Weitere Informationen zur Ausbildung in der JVA Rohrbach gibt es auf der Internetseite der Anstalt sowie auf dem Instagram-Kanal der JVA.
Geschrieben von: Thorsten Subat
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