Antenne Bad Kreuznach
Die Jobs bei der JVA Rohrbach stehen im Fokus einer aktuellen Radioreihe aus Bad Kreuznach. Dabei rücken vor allem der Sozialdienst und der psychologische Dienst in den Mittelpunkt. Beide Bereiche gelten als zentral für den modernen Strafvollzug. Denn sie begleiten Gefangene im Alltag und fördern aktiv die Resozialisierung.
Der Sozialdienst übernimmt viele praktische Aufgaben im Vollzug. Er hilft bei Behördenpost, Schuldenfragen und Anträgen. Gleichzeitig plant er die Wiedereingliederung nach der Haft. Denn die Vorbereitung auf die Entlassung beginnt früh.
Melina Zimmer erklärt die Arbeit so: „Wir sind Ansprechperson für alles Mögliche, was den Gefangenen so beschäftigt.“
Das Team unterstützt bei Wohnraum, Finanzen und Beratungsstellen. Außerdem vermittelt es Kontakte zu externen Hilfen. Dazu zählen etwa Schuldnerberatung oder Suchtberatung. So entsteht ein stabiles Netzwerk für die Zeit nach der Haft.
Der psychologische Dienst arbeitet eng mit Gefangenen und Personal zusammen. Er erstellt Diagnosen und bewertet Risiken. Gleichzeitig berät er die Anstaltsleitung bei wichtigen Entscheidungen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, ob Lockerungen möglich sind. Dabei prüfen Fachleute, ob Fortschritte erkennbar sind. Ziel bleibt immer eine sichere und erfolgreiche Resozialisierung.
Michael Benner-Bickelmann beschreibt den Anspruch klar: „Das ist unser Anspruch auf jeden Fall, dass wir Menschen einfach fit machen für ein Leben ohne Straftaten.“
Die JVA Rohrbach bei Wöllstein zählt rund 250 Beschäftigte. Sie vereint Sicherheits- und Behandlungsaufgaben. Genau diese Mischung macht den Arbeitsplatz besonders. Gleichzeitig entstehen neue Stellen im Sozialdienst. Denn der Bedarf wächst stetig. Voraussetzung bleibt ein Studium der Sozialen Arbeit. Weitere Spezialisierungen sind nicht nötig. Interessierte können sich direkt online informieren. Zudem bietet die JVA Hospitationen an. So erhalten Bewerber einen realistischen Einblick in den Arbeitsalltag.
Im Vollzug arbeiten viele Bereiche eng zusammen. Sozialdienst, Psychologen und Vollzugsdienst tauschen sich ständig aus. Nur so gelingt nachhaltige Resozialisierung. Die Arbeit bleibt anspruchsvoll, aber auch erfüllend. Denn Erfolge zeigen sich oft erst später. Umso wichtiger bleibt der Einsatz aller Beteiligten im System.
Geschrieben von: Thorsten Subat
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