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Wärme aus 168 Metern Tiefe: Rüdesheimer Verwaltung ergänzt Gasheizung

Erdbohrungen zur Gewinnung von Erdwärme in Rüdesheim
Bild: KI unterstützt

Die Verbandsgemeinde Rüdesheim nutzt für ihr Verwaltungsgebäude künftig auch Wärme aus dem Erdreich. Nach Angaben der Verwaltung wurde eine neue Wärmepumpe installiert. Dafür entstanden vier Bohrungen mit einer Tiefe von jeweils 168 Metern. Die bisherige Erdgasheizung bleibt erhalten und wird durch die neue Anlage ergänzt.

Wärmepumpe und Gasheizung arbeiten im selben System

Die Verbandsgemeinde beziffert die Wärmeleistung der neuen Anlage auf 48 Kilowatt. Sie beschreibt die Kombination als Hybridheizung: Erdwärme und Erdgas stehen damit gemeinsam für die Beheizung des Verwaltungsgebäudes zur Verfügung.

Eine Wärmepumpe macht die Wärme aus dem Boden für die Gebäudeheizung nutzbar. Dazu benötigt sie Strom, mit dem sie die gewonnene Umweltwärme auf die erforderliche Heiztemperatur anhebt. Erdwärme bedeutet deshalb nicht, dass die Heizung ohne weitere Energiezufuhr auskommt.

Wie sich die Wärmeversorgung künftig zwischen Wärmepumpe und Erdgasheizung aufteilt, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Die Verwaltung will mit der Ergänzung den Einsatz erneuerbarer Energien erhöhen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern.

Landesmittel finanzieren mehrere Maßnahmen

Das Projekt wurde nach Angaben der Verbandsgemeinde mit Landesmitteln gefördert. Auf ihrer Internetseite nennt sie rund 843.000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klima und Innovation, kurz KIPKI. Dieser Betrag ist für die energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes einschließlich der Erdwärmenutzung sowie für LED-Tauschaktionen im Gebiet der Verbandsgemeinde vorgesehen.

Die 843.000 Euro sind damit kein ausgewiesener Preis für die neue Wärmepumpe. Welcher Anteil auf die Heizungsanlage und die Bohrungen entfällt, ist in der veröffentlichten Übersicht nicht aufgeschlüsselt.

Kosten und Einsparungen noch nicht beziffert

Die aktuelle Projektmitteilung nennt weder die Gesamtkosten der Heizungsumstellung noch einen möglichen Eigenanteil der Verbandsgemeinde. Auch Angaben zum bisherigen Gasverbrauch und zur erwarteten jährlichen Einsparung fehlen.

Damit ist die technische Veränderung beschrieben, ihr finanzieller Nutzen für den kommunalen Haushalt lässt sich anhand dieser Angaben jedoch noch nicht beziffern.

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