Ingelheim am Rhein

Ingelheim fördert Fairen Handel – Der 1. FFC Rheinhessen Ingelheim spielt zukünftig mit fair produzierten Fußbällen

today16. Dezember 2025

Hintergrund
Anzeige

Die Stadt Ingelheim hat dem 1. FFC Rheinhessen Ingelheim 2011 e. V. die Anschaffung fair gehandelter Fußbälle ermöglicht und damit ein deutliches Zeichen für nachhaltige Beschaffung und globale Verantwortung gesetzt. Finanziert wurden die Bälle aus dem Fördertopf zur Unterstützung von Projekten des Fairen Handels.

Übergabe am Internationalen Tag der Menschenrechte

Die offizielle Übergabe fand am Internationalen Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember statt. „Wir sprechen von Fair Play im Fußball, vergessen dabei aber oft, dass dazu auch menschenwürdige Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne für die, die unsere Sportartikel anfertigen, gehören“, betonte Dr. Dominique Gillebeert, Leiterin der Stabsstelle, bei der Übergabe.

Nachhaltigkeit als Vereinsanliegen

Yannis Müller vom 1. FFC Rheinhessen Ingelheim stellte den Förderantrag bei der Stadt. Müller: „Gerade im Sport, der weltweit Menschen verbindet und Kinder sowie Jugendliche in ihrer Freizeit erreicht, ist es von Bedeutung, Verantwortung zu übernehmen. Dies geschieht bereits in zahlreichen Bereichen; unter anderem werden derzeit Optionen geprüft, umzunehmend klimaneutral zu agieren – und nun trainieren und spielen wir auch mit Fairtrade-Bällen. Für die über 80 Mädchen im Alter von 6 bis 17 Jahren im Verein wird damit ein wesentlicher Bildungsauftrag erfüllt, indem die Relevanz fair produzierter Bälle an den Nachwuchs herangetragen wird.“

Einblicke in den Fairen Handel

Bei der Übergabe erhielten rund 50 Spielerinnen aller Altersklassen zusätzliche Informationen zum Fairen Handel. Erik Dolch vom Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) erläuterte anschaulich, warum faire Produktionsbedingungen im Sportartikelbereich wichtig sind.

Fördertopf

Mit dem Fördertopf möchte die Stadt Ingelheim Initiativen und Vereine ermutigen, zu prüfen wie sie einen Beitrag zum Fairen Handel leisten können – sei es beim Einkauf oder durch Bildungsarbeit. Damit soll das Bewusstsein für faire Lieferketten gestärkt und verantwortungsvoll produzierte Waren in den Alltag der Bürger integriert werden. Schon seit 2015 darf die Stadt Ingelheim den Titel „Fairtrade Town“ tragen. Der Titel wird von Fairtrade Deutschland an Städte, Gemeinden und Landkreise vergeben, die sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Fairen Handel auseinandersetzen.

Geschrieben von: Maximilian Wischermann