Regional

Jahresrückblick 2025 – Baugeschehen

today1. Januar 2026

Hintergrund
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Das Baujahr 2025 stand trotz angespannter Wirtschaftslage unter einem klaren Zeichen. Die Städte planten nicht nur, sondern setzten sichtbar um. Viele Maßnahmen griffen direkt in den Alltag ein, und sie prägten das Stadtbild spürbar.

Verkehr und Geduld zum Jahresstart

Den Auftakt machte Bad Kreuznach bereits im Januar. In der Salinenstraße führte die Stadt eine neue Verkehrsführung ein. Die Dauerbaustelle machte diese Anpassung notwendig, denn der Verkehr musste entzerrt werden.

Für viele bedeutete das längere Wege. Die Fahrt zum Wassersümpfchen führte über eine weite Umleitung, und Geduld blieb gefragt. Dennoch zeigte sich früh, dass Stadtentwicklung oft mit Einschränkungen beginnt.

Abschied vom Löwensteg

Ein besonders markanter Einschnitt folgte im Sommer. Im Juni begann der Abriss des Löwenstegs in Bad Kreuznach. Jahrzehntelang hatte der Steg Fußgänger über die Nahe geführt und galt vielen als vertrautes Bauwerk.

„Im Vorfeld gab es natürlich einige Dinge abzustimmen. Wir standen mit verschiedenen Firmen in Kontakt. Die Hubarbeiten übernahm eine Spezialfirma, ein Ingenieurbüro führte die Brückenprüfung durch, und wir arbeiteten eng mit der Deutschen Bahn wegen der Streckensperrung zusammen. Es ging darum, viele Beteiligte so abzustimmen, dass der Hub reibungslos funktioniert.“

Der Abriss bedeutete deshalb mehr als eine technische Maßnahme. Er markierte das Ende eines Stücks Stadtgeschichte und zugleich den Übergang zu neuen Planungen für die Verbindung über die Gleise.

Stadtentwicklung nimmt Form an

Im Sommer rückte auch Bingen stärker in den Fokus. Am Venarey-les-Laumes-Platz meldete die Stadt sichtbare Baufortschritte. Die Umgestaltung zählt zu den zentralen Stadtentwicklungsprojekten.

Neue Strukturen, mehr Aufenthaltsqualität und eine modernere Gestaltung wurden Schritt für Schritt erkennbar. Das Projekt nahm Gestalt an und soll das Stadtbild nachhaltig verändern.

Fertigstellungen bringen Entlastung

Der Herbst brachte im Baugeschehen einen eher seltenen Moment. Die Stadt konnte den Abschluss mehrerer innerstädtischer Projekte verkünden. Straßen, Wege und Infrastrukturmaßnahmen gingen nach Monaten zu Ende.

Für viele Anwohnerinnen und Anwohner bedeutete das vor allem Entlastung. Weniger Baustellen, weniger Umleitungen und ein Stück Normalität kehrten zurück. Zuvor hatten Arbeiten an der östlichen Umgehung und an der Nahbrücke bei der Pfingstwiese für Staus gesorgt.

Diese Einschränkungen führten zu Frust, doch sie blieben Teil eines größeren Prozesses. Das Baujahr 2025 zeigte kein Jahr spektakulärer Neubauten. Es blieb ein Jahr der Umgestaltung, der Erneuerung und der Übergänge.

Verkehrsführungen änderten sich, alte Bauwerke verschwanden, zentrale Plätze erhielten neue Formen. An vielen Stellen wurde sichtbar abgeschlossen, was lange vorbereitet worden war. Stadtentwicklung zeigte sich damit konkret und greifbar.

Geschrieben von: Thorsten Subat