Antenne Bad Kreuznach
Das Umwelt und Klimajahr 2025 begann mit großer Anspannung. Schon im Januar versetzte das Wetter die Region in Alarmbereitschaft. Anhaltender Regen und Tauwetter ließen die Pegel von Nahe und Glan schnell steigen.
Uferbereiche traten über, und Einsatzkräfte standen in erhöhter Bereitschaft. In mehreren Orten sperrten Kommunen Wege, kontrollierten Keller und beobachteten Pegelstände engmaschig. Zwar blieb das Hochwasser unter extremen Schadenslagen, doch es zeigte erneut die hohe Sensibilität der Region.
Damit wurde früh deutlich, wie wichtig Vorbereitung bleibt. Gleichzeitig rückte der Klimawandel stärker ins öffentliche Bewusstsein, und die Diskussion gewann an Fahrt.
Nur wenige Tage später griff die Politik das Thema auf. Die Verbandsgemeinde Nahe-Glan rief zur Beteiligung an Klimaschutzprojekten auf. Gefördert werden konkrete Ideen aus der Bevölkerung, von Energieeinsparung bis zu nachhaltiger Mobilität.
Der Aufruf machte klar, dass Klimaschutz nicht nur Verwaltungssache ist, sondern gemeinsames Handeln verlangt. Im Februar wurde dieser Ansatz praktisch sichtbar.
Unter dem Titel Klimaretter pflanzten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam neue Bäume. Die Aktion verband Umweltbildung mit sichtbarer Veränderung im Stadtbild und fand großen Zuspruch.
„Ja, das spricht für sich diese Spende. Viel Grün in der Stadt hat viele positive Folgen, gerade in Sachen Klimaschutz und Beschattung. Das sind Kastanien, die sehr nachhaltig sind.“
Im Frühjahr verlagerte sich der Fokus auf Gesundheit und Prävention. Im Mai erhielt die Kita Rudi einen Präventionspreis für vorbildlichen Sonnenschutz. Das ausgezeichnete Konzept kombiniert bauliche Maßnahmen, Aufklärung und angepasste Tagesabläufe.
Damit zeigte sich, dass Klimaanpassung auch im Kleinen beginnt. Im Herbst folgte dann ein größeres Projekt.
Im September wurde bekannt, dass ein Nahwärmenetz für die Kita Weierbach in Idar-Oberstein gefördert wird. Ziel bleibt eine klimafreundliche Wärmeversorgung mit geringen CO₂-Emissionen. Das Projekt steht beispielhaft für den Umbau öffentlicher Gebäude.
Im Oktober startete auf dem Kornmarkt in Bad Kreuznach eine LED-Tauschaktion. Bürgerinnen und Bürger tauschten alte Leuchtmittel gegen energiesparende LEDs. Die Maßnahme wirkte niedrigschwellig, doch der Effekt auf Stromverbrauch und Klimabilanz war direkt.
Das Umwelt und Klimajahr 2025 zeigte ein vielschichtiges Bild. Akute Wetterereignisse trafen auf langfristige Strategien. Viele kleine Schritte machten Klimaschutz vor Ort sichtbar und greifbar.
Geschrieben von: Thorsten Subat
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