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Jahresrückblick 2025 – Gesundheit

today1. Januar 2026

Hintergrund
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Das Gesundheitsjahr 2025 begann mit einem Wunsch, den viele teilen. Gesundheit stand zum Jahreswechsel überall im Fokus. In Bad Kreuznach folgte darauf früh ein neues Angebot, und es setzte genau dort an, wo Hilfe oft leise gebraucht wird.

Neue Hilfe für hochbetagte Menschen

Schon zu Jahresbeginn nahm die erste Gemeindeschwester Plus offiziell ihre Arbeit auf. Das Angebot richtet sich an hochbetagte Menschen, die noch keine Pflege brauchen, aber Beratung wünschen. Es geht um Unterstützung im Alltag, und es geht um Orientierung.

„Ich besuche die Menschen nach vorheriger Zustimmung zu Hause und berate sie kostenlos und individuell. Das Angebot umfasst präventive Beratungen zur sozialen Situation, zur gesundheitlichen und hauswirtschaftlichen Versorgung, zur Wohnsituation, zur Mobilität sowie zu Hobbys und sozialen Kontakten.“

Damit zeigte sich früh, wie wichtig Prävention bleibt. Gleichzeitig gewann das Thema Pflege weiter an Bedeutung.

Pflege zwischen Technik und Mensch

Im Frühjahr rückte die Zukunft der Pflege stärker in den Fokus. Im Mai trafen sich Fachleute bei der Pflegekonferenz Mainz-Bingen. Sie diskutierten künstliche Intelligenz und Digitalisierung.

Digitale Anwendungen sollen Pflegekräfte entlasten, etwa bei Dokumentation und Organisation. Die Konferenz machte deutlich, Technik gilt als Chance, aber nicht als Ersatz für Zuwendung.

Ein konkreter Schritt folgte im Sommer. In den Diakonie Kliniken führten Verantwortliche die digitale Patientenakte ein. Informationen stehen schneller bereit, und Abläufe werden klarer.

Positive Signale und globales Engagement

Im Sommer meldete die DAK positive Zahlen. Der Krankenstand in Bad Kreuznach sank. Zwar blieben psychische Belastungen ein Thema, doch die Entwicklung brachte Entlastung.

Auch internationales Engagement prägte das Jahr. Der Bad Kreuznacher Ehrenbürger und plastische Chirurg Dr. Andre Borsche reiste erneut für Interplast nach Brasilien und Mosambik.

„Es ist eine Freude zu sehen, mit welchem Engagement alle mithelfen, damit diese intensive Zeit für uns ein Riesenerfolg wird. Wir sind dankbar für die Unterstützung, die das ermöglicht.“

Mentale Gesundheit und digitale Begleiter

Im Herbst gewann mentale Gesundheit an Aufmerksamkeit. Die Kreisverwaltung stellte eine Audiotour gegen Stress vor. Mitarbeitende können das Angebot im Arbeitsalltag nutzen.

„Wir wollen auf das Thema Stress und Stressbewältigung aufmerksam machen, weil es für unsere Gesundheit wichtig ist und viele Menschen betrifft.“

Den Schlusspunkt setzte ein weiteres digitales Angebot. Im Landkreis Birkenfeld stellten Verantwortliche den ersten ePA-Coach vor. Er unterstützt Bürger beim Umgang mit der elektronischen Patientenakte.

Das Gesundheitsjahr 2025 zeigte ein klares Bild. Mehr Prävention, mehr Digitalisierung und mehr Aufmerksamkeit für Pflege prägten das Jahr. Neue Angebote entstanden, Strukturen entwickelten sich weiter, und Engagement wurde sichtbar gewürdigt.

Geschrieben von: Thorsten Subat