Idar-Oberstein

Kernbereich Idar wird in Städtebauförderprogramm aufgenommen

Kernbereich Idar
Bild: Stadtverwaltung Idar-Oberstein / Kevin Keller

Der Kernbereich von Idar kommt ab 2026 in das Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren – Aktive Stadt“. Für die ersten Schritte stehen zunächst 100.000 Euro bereit.

Der Kernbereich des Stadtteils Idar kommt ab 2026 in das Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren – Aktive Stadt“. Das rheinland-pfälzische Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur hat der Stadt Idar-Oberstein die Aufnahme inzwischen mitgeteilt. Damit kann die Stadt die weitere Entwicklung des Kernbereichs mit Unterstützung von Bund und Land vorbereiten.

100.000 Euro für erste Schritte

Für das Programmjahr 2026 stehen zunächst 100.000 Euro an Fördermitteln bereit. Der Fördersatz liegt bei 90 Prozent. Mit dem Geld will die Stadt vor allem die ersten Planungen finanzieren. Die gesamte Maßnahme kann dabei bis zu zwölf Jahre laufen. Deshalb ist eine Förderung grundsätzlich bis einschließlich 2037 möglich.

Fachbüro soll Kernbereich untersuchen

Bevor die Stadt konkrete Projekte plant, will sie zunächst den Kernbereich genauer untersuchen. Dabei geht es um die Frage, wo Handlungsbedarf besteht und welche Möglichkeiten es für die weitere Entwicklung gibt. Ein externes Fachbüro soll deshalb unter anderem den Zustand der Gebäude, mögliche Missstände und die Nutzung der Flächen erfassen. Anschließend will die Stadt ihr bestehendes Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, kurz ISEK, prüfen und weiterentwickeln. Das neue Konzept soll außerdem konkrete Ziele und mögliche Maßnahmen festhalten. Gleichzeitig will die Stadt festlegen, welche Projekte zuerst umgesetzt werden sollen. Ergänzend erstellt sie eine Kosten- und Finanzierungsübersicht.

Bürger sollen sich beteiligen können

Die Stadt will auch die Menschen vor Ort in die weiteren Planungen einbeziehen. Deshalb sind öffentliche Beteiligungen, Befragungen von Grundstückseigentümern und Gespräche mit Betroffenen sowie weiteren Akteuren geplant. Auch junge Menschen sollen ihre Sicht einbringen können. Dafür will die Stadt den Jugendtreff am Markt beteiligen. Die Ergebnisse sollen anschließend in das neue Entwicklungskonzept einfließen.

Klimaschutz spielt ebenfalls eine Rolle

Auch Klimaschutz und die Folgen des Klimawandels sollen bei der weiteren Entwicklung eine wichtige Rolle spielen. Das Land verlangt entsprechende Maßnahmen als Voraussetzung für die Förderung. Dazu gehören zum Beispiel mehr Grünflächen, die energetische Sanierung von Gebäuden, eine bessere Speicherung von Regenwasser sowie Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer. Diese Punkte muss die Stadt deshalb im neuen Konzept und in der Kostenplanung berücksichtigen.

Stadt bereitet Ausschreibung vor

Der Stadtrat hatte bereits am 29. April 2026 beschlossen, die vorbereitenden Untersuchungen zu starten, ein vorläufiges Untersuchungsgebiet festzulegen und sich um Fördermittel zu bewerben. Nun will die Verwaltung die nötigen Planungsleistungen ausschreiben. Nach dem Vergabeverfahren soll der wirtschaftlichste Anbieter den Auftrag erhalten. Danach muss die Stadt innerhalb von zwölf Monaten einen Entwurf des neuen ISEK samt Kosten- und Finanzierungsübersicht bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion einreichen.

Fördergebiet steht noch nicht fest

Wie groß das spätere Förder- und Sanierungsgebiet genau sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Zunächst sollen die Untersuchungen und die Überarbeitung des Entwicklungskonzepts abgeschlossen sein. Danach entscheidet der Stadtrat gesondert über die endgültige Abgrenzung. Später sollen auch private Eigentümer von Immobilien Fördergeld für die Modernisierung und Instandsetzung ihrer Gebäude bekommen können. Dafür müssen allerdings zuerst die Planungen abgeschlossen und die Förderbedingungen festgelegt sein. Wann Anträge möglich sind, steht deshalb noch nicht fest. Außerdem müssen Eigentümer geplante Arbeiten vor dem Baubeginn mit der Stadt abstimmen. Eine Förderung im Nachhinein ist laut Stadt grundsätzlich nicht möglich.

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