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Diakonie integriert mehr als 40 Menschen mit Beeinträchtigung in reguläre Jobs

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Bild: Stiftung kreuznacher Diakonie

Mehr als 40 Menschen mit Beeinträchtigung haben nach Angaben der Stiftung kreuznacher diakonie über das Angebot job|inklusivo den Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt geschafft. Das Programm verbindet einen regulären Arbeitsplatz mit finanzieller Unterstützung für den Arbeitgeber und einer Begleitung am Arbeitsplatz.

Förderung soll den Wechsel aus der Werkstatt erleichtern

Das Budget für Arbeit richtet sich an Menschen, die Anspruch auf Leistungen im Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen oder bei einem anderen Leistungsanbieter haben. Voraussetzung ist ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis bei einem privaten oder öffentlichen Arbeitgeber mit tariflicher oder ortsüblicher Bezahlung. Nach Angaben des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung kann der Lohnkostenzuschuss in Rheinland-Pfalz bis zu 75 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts betragen. Höhe und Dauer richten sich nach dem Einzelfall. Zusätzlich können die wegen der Behinderung erforderliche Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz finanziert werden. Die Förderung ist nicht von vornherein befristet.

Jobcoaching endet nicht mit dem Arbeitsvertrag

Die Werkstätten kreuznacher diakonie betreiben job|inklusivo seit 2002. Das Angebot unterstützt Beschäftigte unter anderem dabei, berufliche Fähigkeiten zu ermitteln, Praktikums- und Arbeitsplätze zu finden und sich auf den Wechsel vorzubereiten. Nach Darstellung der Stiftung bleibt die Begleitung auch nach Abschluss eines Arbeitsvertrags bestehen. Dazu gehören Jobcoaching, fachliche Anleitung und ein fester Ansprechpartner für Beschäftigte und Betriebe. Das Angebot ist mit den Werkstattstandorten in Bad Kreuznach, Meisenheim, Kirn, Bad Sobernheim und auf der Asbacher Hütte verbunden. Damit betrifft die neue Bilanz mehrere Teile des Landkreises Bad Kreuznach und das angrenzende Birkenfelder Land.

Drei Vermittlungen im laufenden Jahr

Für 2026 nennt die Stiftung drei erfolgreiche Übergänge in das Budget für Arbeit. Als Beispiel beschreibt sie eine Beschäftigte, die zuvor zwei Jahre auf einem ausgelagerten Werkstattarbeitsplatz begleitet wurde und nun als Pflegekraft in einer Tagesstruktur der Behindertenhilfe arbeitet. Für Beschäftigte bleibt nach Angaben der Stiftung ein gesetzliches Rückkehrrecht in die Werkstatt bestehen, falls der Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt nicht gelingt. Für Betriebe soll die Kombination aus Lohnkostenzuschuss und professioneller Begleitung das finanzielle Risiko verringern und bei der Einarbeitung unterstützen.

Was die Zahlen aussagen – und was offenbleibt

Die Zahl von mehr als 40 vermittelten Beschäftigten stammt aus der aktuellen Bilanz der Stiftung kreuznacher diakonie. Sie zeigt, dass das Instrument in der Region praktisch genutzt wird. Nicht veröffentlicht hat die Stiftung allerdings, auf welchen Zeitraum sich die Gesamtzahl genau verteilt, wie viele Vermittlungen dauerhaft bestehen oder wie viele Interessierte den Übergang begonnen, aber nicht abgeschlossen haben.

Für eine umfassende Bewertung wären deshalb zusätzlich Vergleichszahlen zu Werkstattbeschäftigten, Anträgen und langfristig stabilen Arbeitsverhältnissen nötig. Der neue Stand belegt zunächst: In diesem Jahr sind drei weitere Menschen über job|inklusivo auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt angekommen.

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