Nahe Dran: Celtic Trails

Geschrieben von Thorsten Subat

Nach jahrelanger Planung und rund drei Jahren Bauzeit werden am Sonntag die neuen Celtic Trails eröffnet. Der Mountainbike-Rundkurs führt durch die Verbandsgemeinden Langenlonsheim-Stromberg und Rüdesheim. Die Eröffnungsfeier beginnt um 11 Uhr am Sportzentrum in Spabrücken.

Zur Eröffnung werden drei geführte Touren angeboten. Mountainbiker können zwischen einer einfachen und zwei mittelschweren Strecken wählen. Am Grillplatz gibt es außerdem Bratwürste, Getränke und Kuchen.

36 Kilometer und rund 850 Höhenmeter

Der vollständige Rundkurs ist 36 Kilometer lang und umfasst rund 850 Höhenmeter. Gefahren wird ausschließlich in einer vorgegebenen Richtung gegen den Uhrzeigersinn.

Etwa 80 Prozent der Anstiege verlaufen auf Forstwegen. Hinzu kommen schmale Trailabschnitte und ein anspruchsvoller Uphill mit zahlreichen Kurven. Die Strecke eignet sich nach Angaben der Initiatoren auch als Trainingstour für Cross-Country-Fahrer.

Ein Einstieg ist an verschiedenen Stellen möglich. Vorhandene Parkplätze, unter anderem am Sportplatz in Spabrücken und in Schöneberg, wurden in das Konzept einbezogen. Dort informieren Tafeln auch über die Strecke und die geltenden Verhaltensregeln.

Schmale Wege mit möglichst wenigen Eingriffen

Bei den Trails handelt es sich um schmale Wege für Mountainbiker. Sie sollen das Gefühl vermitteln, unmittelbar durch den Wald zu fahren, dabei aber kontrolliert, legal und naturverträglich verlaufen.

Beim Bau wurde darauf geachtet, möglichst wenig in die Natur einzugreifen. Eine wichtige Rolle spielte dabei unter anderem das Wassermanagement. So soll verhindert werden, dass sich Wasser auf den Strecken sammelt und die Wege beschädigt.

Die Trails müssen regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden. Ehrenamtliche Helfer überprüfen deshalb fortlaufend, ob sich die Strecken in einem guten Zustand befinden.

Trailnamen erinnern an Kelten und Gallier

Der Name „Celtic Trails“ erinnert an die keltische Geschichte des Hunsrücks. Auch die einzelnen Streckenabschnitte greifen dieses Motto mit Wortspielen und Anspielungen auf Asterix und Obelix auf.

Zu den Namen gehören unter anderem „Opelix“, „Fasterix“, „Hinkelstein“ und „Ziehzero“. Während der „Fasterix“ besonders schnell gefahren werden kann, führt der „Hinkelstein“ über einen felsigeren Abschnitt. Der längere Verbindungstrail „Ziehzero“ verlangt den Fahrern dagegen einiges an Tretarbeit ab.

Gemeinschaftsprojekt mit vielen Beteiligten

An der Entstehung der Celtic Trails waren zahlreiche Partner beteiligt. Dazu gehören die Verbandsgemeinden Langenlonsheim-Stromberg und Rüdesheim, die Mountainbike-Interessengemeinschaft DIMB IG Hunsrück-Nahe, Landesforsten Rheinland-Pfalz und der Naturpark Soonwald-Nahe.

Auch die Gemeinden Hergenfeld, Spabrücken, Schöneberg und Dörrebach, Jagdverbände sowie private Grundstückseigentümer wurden einbezogen. Die praktischen Arbeiten übernahm ein Team ehrenamtlicher Mountainbiker.

Mountainbiker gezielt durch den Wald führen

Landesforsten Rheinland-Pfalz erhofft sich von dem offiziellen Angebot eine Lenkungswirkung. Attraktive und festgelegte Strecken sollen verhindern, dass Mountainbiker quer durch den Wald oder über ökologisch sensible Flächen fahren.

Gleichzeitig sollen Konflikte zwischen Mountainbikern, Wanderern, Naturschutz und Forstwirtschaft reduziert werden. Bei Waldarbeiten können einzelne Abschnitte vorübergehend gesperrt werden.

Rundkurs soll auch die Gemeinden stärken

Die Route wurde bewusst durch verschiedene Ortschaften geführt. Damit sollen nicht nur Einheimische ein neues Freizeitangebot erhalten. Die Verantwortlichen hoffen auch auf zusätzliche Besucher und Impulse für Gastronomie und Tourismus.

Für die Strecke wird ein Mountainbike empfohlen. Neben klassischen Rädern können auch E-Mountainbikes genutzt werden. Gravel- oder Cityräder sind für die anspruchsvollen Trailabschnitte dagegen nicht geeignet.

Weitere Informationen stehen unter celtic-trails.de.

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