Im Landkreis Bad Kreuznach steht für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse künftig eine neue Carbon-Teleskoplanze zur Verfügung. Das Gerät erreicht Höhen von bis zu 30 Metern und wurde mit Unterstützung einer Stiftung und des Lions-Clubs finanziert.
Die ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte des Landkreises Bad Kreuznach, Heike Mensch, kann künftig eine neue Carbon-Teleskoplanze im Kampf gegen die Asiatische Hornisse einsetzen. Das Gerät lässt sich auf bis zu 30 Meter ausfahren und soll dadurch auch Nester in größerer Höhe erreichbar machen.
Gerät erreicht Nester in großer Höhe
Nach Angaben der Kreisverwaltung wird mithilfe eines Kompressors ein spezielles Pulver in das Nest eingebracht. Dieses soll die darin befindlichen Hornissen gezielt abtöten. Die neue Technik soll Einsätze in großen Höhen erleichtern und dabei helfen, die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse einzudämmen.
Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle-Stiftung unterstützte die Anschaffung mit 5.000 Euro. Weitere 1.500 Euro kamen vom Lions-Club Mittlere Nahe. Die Teleskoplanze wurde von Dr. Gerhard Held und Armin Dönnhoff vom Lions-Club an Heike Mensch sowie die Imker Stefan Henrich und Thomas Müller übergeben. Beide unterstützen die Naturschutzbeauftragte nach Angaben des Kreises bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse.
Landrätin Bettina Dickes bezeichnet die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse als wichtig für den Erhalt der Biodiversität im Landkreis. Zugleich gehe es darum, Menschen vor möglichen Gefahren durch Stiche zu schützen. Die Landrätin dankte den ehrenamtlichen Helfern sowie der Bürkle-Stiftung und dem Lions-Club für ihre Unterstützung.
Nester nicht selbst entfernen
Wer ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt, sollte dieses nach Angaben der Kreisverwaltung nicht selbst bekämpfen. Stattdessen sollen die zuständigen Stellen informiert werden. Die Kosten für eine Entfernung seien in vielen Fällen über die Hausratversicherung abgedeckt. Außerdem prüft die Untere Naturschutzbehörde derzeit, ob eine finanzielle Unterstützung über Fördermittel möglich ist. Gesichtete Nester können außerdem der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Bad Kreuznach gemeldet werden.



