Die Stadt Bad Kreuznach will an besonders heißen Orten für mehr Abkühlung sorgen. Oberbürgermeister Emanuel Letz kann sich dafür unter anderem fest installierte Berieselungsanlagen auf dem Kornmarkt und möglicherweise auch in der Fußgängerzone vorstellen.
Solche Anlagen erzeugen einen feinen Wassernebel, wie er bereits häufig in südlichen Ländern eingesetzt wird. Menschen sollen dadurch erfrischt werden, ohne dabei nass zu werden. Letz habe darüber bereits mit dem Bauamt gesprochen.
Mobile Geräte sind zu teuer
Nach Angaben des Oberbürgermeisters hatte die Stadt eine solche Lösung gerne schon in diesem Jahr umgesetzt. Mobile Anlagen seien in der Anschaffung jedoch sehr teuer. Deshalb hofft Letz, im kommenden Jahr feste Installationen verwirklichen zu können.
Auf dem Kornmarkt sei die notwendige Infrastruktur grundsätzlich vorhanden. Derzeit werde geprüft, welche Lösung dort sinnvoll umgesetzt werden könne.
Mehr Schatten, Bäume und entsiegelte Flächen
Neben den Berieselungsanlagen beschäftigt sich die Stadt auch mit zusätzlichen Möglichkeiten zur Beschattung, neuen Bäumen und der Entsiegelung von Flächen. Dabei stehe die Verwaltung auch mit der Klimagemeinschaft im Austausch.
Bad Kreuznach ist nach Einschätzung des Oberbürgermeisters wegen seiner Kessellage besonders von hohen Temperaturen betroffen. Die Stadt müsse deshalb an ihren Hitze-Hotspots aktiv werden.
Stadt will gegen Müll und Ratten vorgehen
Im Gespräch äußerte sich Letz außerdem zur Vermüllung und zu einer möglichen Zunahme von Ratten im Stadtgebiet. Lebensmittelreste, falsch abgestellte Müllsäcke sowie das Füttern von Tauben und Enten könnten zur Vermehrung der Tiere beitragen. Stadt und Bevölkerung seien deshalb gemeinsam gefordert.
Ein bekannter Schwerpunkt illegaler Müllablagerungen ist die Wilhelmstraße. Dort seien zuletzt Namen möglicher Verantwortlicher ermittelt worden. Die Stadt werde Strafanzeige stellen und nach den Worten des Oberbürgermeisters konsequent gegen die Verursacher vorgehen.
Letz sieht auch den Landkreis in der Verantwortung
Die Bekämpfung illegaler Müllablagerungen betrachtet Letz als gemeinsame Aufgabe von Stadt und Landkreis. Die Zuständigkeit für die Mülltonnen liege beim Kreis. In besonders problematischen Bereichen könnten nach seiner Vorstellung größere Restmülltonnen eine Lösung sein, wenn die Mülltrennung dort dauerhaft nicht funktioniere.
Die dadurch entstehenden Mehrkosten sollten nach Auffassung des Oberbürgermeisters von den jeweiligen Anwohnern und nicht von allen Bürgern der Stadt getragen werden.

