Nach dem Waldbrand am Rotenfels richtet sich der Blick in Bad Kreuznach auf die Folgen des Großbrandes. Rund 19 Hektar Wald wurden nach ersten Schätzungen durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Oberbürgermeister Emanuel Letz kündigte im Gespräch mit Antenne Bad Kreuznach an, die betroffenen Flächen nach einer Bestandsaufnahme wieder aufzuforsten. Dabei könne er sich auch gemeinsame Pflanzaktionen mit Bürgerinnen und Bürgern vorstellen.
Stadtwald wurde schwer beschädigt
Der Brand ereignete sich zwar auf Traisener Gemarkung, betroffen ist jedoch der Stadtwald von Bad Kreuznach. Der zuständige Forst werde die Schäden nun in den kommenden Wochen genau erfassen. Nach Angaben des Oberbürgermeisters seien nicht alle Bäume vollständig zerstört. Deshalb müsse zunächst geprüft werden, welche Bereiche erhalten bleiben können und wo neu gepflanzt werden muss.
Großes Lob für das Ehrenamt
Letz hob besonders den Einsatz der zahlreichen Helfer hervor. Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und weitere Organisationen hätten über mehrere Tage hochprofessionell zusammengearbeitet. Nach seinen Angaben seien rund 90 Prozent der eingesetzten Kräfte ehrenamtlich tätig gewesen. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden und Organisationen habe hervorragend funktioniert.
Munition im Wald bleibt Herausforderung
Auch die im Wald vorhandenen Kampfmittel waren Thema des Gesprächs. Der Oberbürgermeister erklärte, dass der Forst bei Verdachtsfällen regelmäßig den Kampfmittelräumdienst einschalte. Eine vollständige Räumung aller belasteten Waldflächen sei jedoch kaum möglich. Dafür müssten große Waldgebiete gerodet und mit schwerem Gerät bearbeitet werden. Zudem sei die Munition erst durch die große Hitze des Feuers explodiert. Im normalen Forstbetrieb komme es nach seinen Angaben nicht zu solchen Vorfällen.
Wald ist versichert
Nach Angaben von Emanuel Letz verfügt die Stadt Bad Kreuznach über eine Waldversicherung. Der entstandene Schaden wurde bereits gemeldet. Welche Kosten übernommen werden und wie hoch der Gesamtschaden ausfällt, müsse nun geprüft werden.

