Antenne Bad Kreuznach
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Die Schulbezirke der Grundschulen Armsheim und Wörrstadt sollen zum Schuljahr 2028/2029 neu geordnet werden. Einen entsprechenden Beschluss hat der Verbandsgemeinderat gefasst. Ziel ist es, auf steigende Schülerzahlen zu reagieren und dauerhaft einen geordneten Schulbetrieb sicherzustellen.
Künftig sollen Schülerinnen und Schüler aus Armsheim, Ensheim, Spiesheim sowie aus dem Ortsteil Rommersheim die Grundschule Armsheim besuchen. Die Grundschule Wörrstadt soll dann für schulpflichtige Kinder aus Wörrstadt und Sulzheim zuständig sein. Die Verbandsgemeindeverwaltung wird diese Änderung nun gemäß Schulgesetz bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion beantragen.
Vorbehaltlich der Zustimmung sollen die neuen Schulbezirke ab dem Schuljahr 2028/2029 zunächst für die ersten Klassen gelten. Die Jahrgänge zwei bis vier verbleiben vorerst an ihren bisherigen Standorten, um Klassentrennungen zu vermeiden. Eine vollständige Umsetzung der neuen Schulbezirke ist für das Schuljahr 2032/2033 vorgesehen.
Hintergrund der geplanten Änderung ist die Entwicklung der Schülerzahlen. Laut aktueller Schulstatistik werden für das Schuljahr 2027/2028 an der Grundschule Wörrstadt insgesamt 147 Einschulungen erwartet. Das entspricht sieben Eingangsklassen. Zuzüge durch Neubaugebiete und innerörtliche Nachverdichtungen sind dabei noch nicht berücksichtigt, sodass von weiter steigenden Zahlen ausgegangen wird.
Die vorhandenen Raumkapazitäten der Grundschule Wörrstadt reichen für diese Entwicklung nicht aus. Zudem empfiehlt die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Grundschulen dieser Größe zu verkleinern. Eine derart große Einrichtung wäre nahezu einmalig in Rheinland-Pfalz und für einen geregelten Schulbetrieb nicht geeignet.
Nach Angaben von Bürgermeister Markus Conrad ermöglicht die Neuordnung eine langfristige Entlastung. Die Grundschule Wörrstadt soll perspektivisch auf fünf bis sechs Klassen pro Jahrgang reduziert werden. Die dafür erforderlichen Kapazitäten sind vorhanden oder lassen sich durch bauliche Anpassungen schaffen. Parallel soll die Grundschule Armsheim zu einer stabil dreizügigen Schule ausgebaut werden.
Andere geprüfte Optionen, darunter eine Erweiterung der Grundschule Wörrstadt oder ein Neubau an einem anderen Standort, wurden verworfen. Fehlende Flächen, lange Bauzeiten und strukturelle Gründe sprachen gegen diese Lösungen.
Unabhängig von der Schulbezirksänderung hat der Verbandsgemeinderat beschlossen, die bestehende Containeranlage in Wörrstadt durch einen Anbau zu erweitern. In Armsheim sind zusätzliche Klassenräume, eine größere Mensa, Bewegungs- und Funktionsräume sowie Angebote für die Betreuende Grundschule geplant.
Geschrieben von: Geraldine Werner
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