Die Stadt Bad Kreuznach hat an der fünften Konferenz des Internationalen Netzwerks der Michelin-Städte im italienischen Cuneo teilgenommen. Im Mittelpunkt standen unter anderem Energieversorgung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien.
Eine Vertretergruppe der Stadt Bad Kreuznach hat sich bei der fünften Konferenz des Internationalen Netzwerks der Michelin-Städte, kurz INMC, über verschiedene Ansätze der kommunalen Energiewende informiert. Das Netzwerk verbindet Städte mit Michelin-Standorten weltweit und fördert den Austausch zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Bei der diesjährigen Konferenz in Cuneo standen die Themen Wasser, Ernährung und Energie im Mittelpunkt.
Schwerpunkt auf Energieversorgung
Bad Kreuznach legte bei der Teilnahme einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema Energie. Die Delegation tauschte sich mit Vertretern anderer Mitgliedsstädte über kommunale Erfahrungen und Lösungsansätze aus. Auf dem Programm standen unter anderem Besuche des Michelin-Werks in Cuneo, einer Fernwärmeanlage in Vernante und des Wasserkraftwerks Einaudi in Entracque. Im Michelin-Werk informierten sich die Teilnehmer über Energieeffizienz, die Energieversorgung in der Produktion sowie neue technische Lösungen. Nach Angaben des Werks werden mehr als 90 Prozent der dort benötigten Energie direkt vor Ort durch Michelin und seinen Partner Edison Next bereitgestellt.
Fernwärme und Wasserkraft im Blick
In Vernante ging es unter anderem um Fernwärme, den Einsatz von Holzbiomasse und die Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft der Stadt Cuneo. Beim Besuch des Wasserkraftwerks Einaudi erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Nutzung von Wasserkraft. Oberbürgermeister Emanuel Letz erklärte, der Austausch mit anderen Städten zeige unterschiedliche Möglichkeiten bei Energieversorgung, Effizienz und erneuerbaren Energien auf. „Der Austausch mit anderen Städten eröffnet neue Einblicke darin, wie Energieversorgung, Effizienz und erneuerbare Energien auf kommunaler und regionaler Ebene gestaltet werden können und zeigt, dass wir in Bad Kreuznach mit der Kommunalen Wärmeplanung und der Photovoltaik-Offensive auf dem richtigen Weg sind“, sagte Letz. Einzelne Beispiele aus Cuneo könnten nach Angaben der Stadt auch als Anregung für künftige Ansätze in Bad Kreuznach dienen.
Bericht im Ausschuss
Neben den Fachbesuchen nahm die Delegation auch an Workshops und gemeinsamen Programmpunkten teil. Oberbürgermeister Emanuel Letz vertrat Bad Kreuznach außerdem bei der Generalversammlung des Netzwerks. Über die Konferenz soll am 20. Oktober im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt und Verkehr berichtet werden.


