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Rheinland-Pfalz

Claire Schönborn erlebt enttäuschendes Rallye-EM-Finale in Portugal

Claire Schönborn erlebt enttäuschendes Rallye-EM-Finale in Portugal
Bild: Claire Schönborn

Beim Saisonfinale der FIA Rallye-Europameisterschaft in Portugal haben technische Defekte Claire Schönborn und Beifahrer Michael Wenzel aus der Wertung geworfen. Noch vor einer Woche hatte das Duo auf einen erfolgreichen Abschluss auf Schotter gehofft.

Claire Schönborn und Michael Wenzel haben das Saisonfinale der FIA Rallye-Europameisterschaft 2026 in Portugal ohne Wertung beendet. Dabei war die Rally Six Cities North of Portugal für Schönborn als Rückkehr an einen besonderen Ort gestartet: Schon im vergangenen Jahr hatte die 27-Jährige dort ihre ersten Erfahrungen auf Schotter gesammelt. Vor dem Start hatte sie darauf gehofft, zum Saisonabschluss noch einmal ein sportliches Highlight zu setzen.

Platz sechs in der Junior-Wertung

Zu Beginn lief es für Schönborn und Wenzel zunächst ordentlich. Das Duo lag früh auf Rang sechs der Junior-Wertung. Damit knüpfte Schönborn an das Ergebnis der Rallye Sanremo an. Dort hatte sie am Wochenende zuvor ebenfalls Platz sechs erreicht. In Portugal wechselte sie wieder vom Asphalt auf Schotter und vom elektrischen Opel Mokka GSE Rally zurück in den Opel Corsa Rally4.

Servolenkung fällt am Samstag aus

Schon auf der zweiten Prüfung am Samstag kam jedoch der erste Rückschlag. Wegen einer defekten Dichtung fiel die Servolenkung aus. Schönborn musste anschließend zwei weitere Prüfungen ohne Lenkunterstützung bis zum Remote Service fahren. Gerade dieser Servicepunkt war schon vor der Rallye als besondere Herausforderung bekannt, weil dort nur ein kurzes Zeitfenster für Arbeiten am Fahrzeug vorgesehen war. Eine Reparatur war nach dem Reglement allerdings nicht erlaubt. Deshalb war der Samstag für Schönborn und Wenzel zunächst beendet.

Trotz Schulterproblemen am Sonntag wieder gestartet

Am Sonntag kehrte das Duo nach dem Restart zurück. Schönborn fuhr dabei nach Angaben aus der Mitteilung mit starken Schmerzen in der Schulter weiter. Sie vermutete später selbst, dass sie sich die Schulter bei der hohen Belastung am Samstag ausgekugelt hatte und sie sich anschließend wieder von selbst einrenkte. Trotzdem wollte sie die Rallye zu Ende bringen.

Zweiter Defekt kurz vor dem Ziel

Rund eineinhalb Kilometer vor dem Ende der letzten Wertungsprüfung folgte der nächste technische Defekt. Eine Antriebswelle scherte ab. Schönborn und Wenzel schafften es zwar noch über die Ziellinie. Danach gelang eine Reparatur jedoch nur mit Hilfe des Teams. Dadurch fiel das Duo aus der Wertung und konnte den sechsten Platz auf der Strecke nicht in ein Ergebnis umwandeln.

Portugal bleibt für Schönborn schwieriges Pflaster

Schon im Vorjahr hatte Schönborn in Portugal keinen erfolgreichen Abschluss erreicht. Damals sammelte sie dort wichtige Schottererfahrung und musste unter anderem einen Überschlag verarbeiten. Auch diesmal blieb der erhoffte erfolgreiche Saisonabschluss aus. Schönborn zeigte sich nach der Rallye entsprechend enttäuscht, richtete den Blick aber bereits auf den nächsten Start.

Heimrallye folgt nur wenige Tage später

Schon am 30. und 31. Oktober treten Schönborn und Wenzel bei der nachgeholten ADAC Saarland-Pfalz Rallye an. Die Veranstaltung war ursprünglich für Mitte August vorgesehen, musste damals aber wegen extremer Wetterbedingungen abgesagt werden. Nun findet sie im St. Wendeler Land statt. Dort startet das Duo wieder im ADAC Opel GSE Rally Cup.

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