Dieter Jerusalem erhält den Förderpreis für Kunst und Kultur der Stadt Idar-Oberstein 2026. Die Stadt würdigt damit seinen Einsatz für die Geschichte der Edelstein- und Schmuckbranche.
Dieter Jerusalem erhält den Förderpreis für Kunst und Kultur der Stadt Idar-Oberstein 2026. Das entschied die Jury am vergangenen Donnerstag. Jerusalem hat in den vergangenen 50 Jahren ein großes Archiv zur Geschichte der Edelstein- und Schmuckbranche in Idar-Oberstein aufgebaut.
Rund 500 Ordner zur Stadtgeschichte
Die Sammlung umfasst rund 500 Leitz-Ordner. Darin finden sich sowohl Originalquellen als auch Kopien aus Zeitungen, Amtsblättern und weiteren Unterlagen. Außerdem enthalten die Dokumente Informationen über fast alle Firmen aus Idar-Oberstein, die im Bereich Edelstein und Schmuck tätig waren. Auch Autoren, Journalisten, Fernsehteams und Studierende nutzten das Archiv bereits für ihre Arbeit.
Unterlagen aus der Nachkriegszeit
Ein Teil der Sammlung besteht außerdem aus Originalunterlagen zur Nachkriegszeit. Sie dokumentieren unter anderem die französische Besatzung und die Entnazifizierung in Idar-Oberstein. Damit geben die Unterlagen auch Einblicke in wichtige Abschnitte der Stadtgeschichte. Nach Angaben der Stadt haben sie deshalb einen hohen historischen Wert.
Ende 2025 verkaufte Jerusalem seine Privatsammlung an die Stadt Idar-Oberstein und übergab sie dem Stadtarchiv. Zahlreiche Spender finanzierten den Kaufpreis. Viele von ihnen haben laut Stadt einen Bezug zur Wirtschaftsgeschichte Idar-Obersteins. Dadurch konnte das Stadtarchiv seine Quellen deutlich erweitern.
Preisverleihung beim Neujahrsempfang
Oberbürgermeister Frank Frühauf informierte Jerusalem über die Entscheidung der Jury und gratulierte ihm zur Auszeichnung. Die offizielle Preisverleihung findet beim kommenden Neujahrsempfang statt. Außerdem ist der Kulturpreis mit 2.500 Euro dotiert. Die Kreissparkasse Birkenfeld übernimmt das Preisgeld.



