Regional

Glatteis führt zu Einschränkungen im Busverkehr

today12. Januar 2026

Hintergrund
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Der Wintereinbruch im Naheland hat für glatte Straßen und Einschränkungen im öffentlichen Verkehr gesorgt. Nach Angaben des Diplom-Wettermeteorologen aus Traisen Dominik Jung kam die Wetterlage nicht überraschend. Bereits mehrere Tage zuvor war vor Schneefall und möglichem Eisregen gewarnt worden. In der Nacht zog schließlich eine Wetterfront aus westlicher Richtung über die Region.

Schnee statt Eisregen

Im Naheland fiel zunächst überwiegend Schnee. Dadurch blieben die Straßen zwar glatt, die Situation war jedoch weniger kritisch als bei Eisregen. Schnee lässt sich nach Einschätzung des Experten besser bewältigen als gefrierender Regen, der sofort eine geschlossene Eisschicht bildet. Dennoch kam es durch die winterlichen Bedingungen zu spiegelglatten Straßenabschnitten.

Ursache war ein Tiefdruckgebiet aus Westen

Der Schneefall stand nicht im Zusammenhang mit den starken Schneefällen in Norddeutschland. Vielmehr handelte es sich um ein eigenständiges Tiefdruckgebiet vom Atlantik, das die Niederschläge in die Region brachte. Die Wetterlage im Naheland entwickelte sich damit unabhängig von den Verhältnissen im Norden.

So entsteht Glatteis

Glatteis bildet sich, wenn der Boden noch gefroren ist, während in höheren Luftschichten bereits mildere Temperaturen herrschen. Fällt dann Regen, gefriert dieser beim Auftreffen auf den kalten Untergrund. Liegt zuvor Schnee, kann sich die Glätte abschwächen, da der Regen im Schnee versickert.

Busverkehr zeitweise eingeschränkt

Die winterlichen Straßenverhältnisse führten auch zu Einschränkungen im Busverkehr der KRN. Heute Morgen war der gesamte Betrieb zunächst eingestellt. Erst im Verlauf des Morgens wurde der Verkehr schrittweise wieder aufgenommen. Dennoch kam es weiterhin auf steileren Strecken sowie bei einzelnen Schulfahrten zu Ausfällen.

Mildere Wetterlage in den kommenden Tagen

Nach dem Wintereinbruch stellt sich im Naheland wieder eine mildere Wetterphase ein. Die Temperaturen steigen in den kommenden Tagen deutlich an. Die Nächte verlaufen überwiegend frostfrei, vereinzelt ist mit Bodenfrost zu rechnen. Ein weiterer Wintereinbruch ist nach aktuellem Stand zunächst nicht absehbar.

Geschrieben von: Geraldine Werner