Antenne Bad Kreuznach
Zwei Kletterer am Rotenfels rückten am Dienstagabend unfreiwillig in den Fokus der Polizei. Gegen 18.40 Uhr meldeten mehrere Zeugen bewegte Lichter in der Steilwand. Die Polizeidirektion Bad Kreuznach rückte aus, weil die Lage unklar war und Gefahr bestand. Von der Ortslage Ebernburg aus entdeckten die Einsatzkräfte zwei Personen mit Stirnlampen. Die Lichter bewegten sich langsam hangabwärts, während es bereits dunkel war.
Die beiden Kletterer befanden sich im oberen Drittel der Steilwand, rechtsseitig der sogenannten Bastei. Gleichzeitig verschlechterten sich die Bedingungen deutlich, denn Nieselregen setzte ein und die Temperaturen lagen bei rund drei Grad. Dadurch stieg das Risiko erheblich, weil nasser Fels rutschig wird. Zudem erschwert Dunkelheit die Orientierung, während Hilfe nur aufwendig möglich ist.
Die Einsatzkräfte nahmen Kontakt zu den beiden Personen auf und klärten die Situation vor Ort. Eine akute Notlage bestand zu diesem Zeitpunkt nicht, dennoch ordnete die Polizei das sofortige Beenden der Klettertour an. Anschließend stellten die Beamten die Identität der beiden 18-Jährigen fest. Beide führten vollständige Kletterausrüstung mit, mussten den Felsen jedoch verlassen.
Nach Angaben der Polizei ist das Klettern am Rotenfels derzeit untersagt. Deshalb prüfen die Behörden die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens. Außerdem wird geprüft, ob die Kosten des Polizeieinsatzes den Beteiligten in Rechnung gestellt werden. Die Polizei warnt ausdrücklich, weil Einsätze an der Steilwand Einsatzkräfte binden. Gerade im Winter können scheinbar kontrollierte Situationen schnell lebensgefährlich werden.
Geschrieben von: Lena Winterfeld
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