Kurioser Morgen im Park
Hühner im Freizeitpark – das klingt wie der Anfang einer Kinderbuchgeschichte, war in Haßloch aber ein echter Einsatz. Am Morgen des 8. Januar 2026 tauchten im Bereich eines Freizeitparks mutmaßlich drei weiße Hühner und ein brauner Hahn auf. Und weil die vier gefiederten Ausflügler das Gelände nicht nur erkundeten, sondern dabei auch den regulären Parkbetrieb spürbar störten, rückte die Polizei an.
Die Tiere liefen offenbar auf eigene Faust umher. Sie wirkten dabei weder hektisch noch besonders beeindruckt vom Trubel. Doch während Besucher und Mitarbeitende vermutlich rätselten, ob das hier noch „Freizeit“ oder schon „Geflügel-Programm“ ist, blieb die Lage für den Parkbetrieb unerquicklich. Also griff eine Funkstreifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Haßloch ein.
Polizei greift ein – und die Hühner geben auf
Die Beamten machten kurzen Prozess, aber ohne Drama. Denn die vier Tiere ließen sich „widerstandslos“ einfangen. Kein Flattern im Großformat, kein Ausbruch durch die imaginäre Hintertür, und auch kein Hahn, der sich zum Sicherheitschef ernannte. Stattdessen endete der Spaziergang so, wie es bei Ausflügen ohne Eintrittskarte oft endet: mit einem Rücktransport.
Damit war der Park wieder frei, und zugleich war klar, dass die Hühner nicht einfach „dazugehören“. Denn es geht nicht nur um ein paar neugierige Tiere. Es geht auch um Sicherheit, und außerdem um einen reibungslosen Ablauf, weil Tiere auf Wegen und Plätzen schnell für Unruhe sorgen können.
Tierheim Haßloch wartet auf die Wiedervereinigung
Nach dem Einfangen brachte die Polizei die vier Parkbesucher wohlbehalten ins Tierheim Haßloch. Dort warten die Tiere nun auf ihre Abholung. Der Eigentümer ist bislang unbekannt. Deshalb bittet die Polizei darum, dass sich der Besitzer zwecks Wiedervereinigung an das Tierheim Haßloch wendet.
Für Halter aus der Umgebung lohnt sich also ein prüfender Blick in Stall und Auslauf. Denn manchmal fehlt nicht „nur“ ein Huhn, sondern gleich die ganze kleine Truppe. Und während man noch sucht, erkunden sie schon neue Welten – diesmal eben zwischen Parkwegen und Kulissen.
Warum solche Einsätze gar nicht so selten sind
So ungewöhnlich die Szene wirkt: Entlaufene Tiere beschäftigen Polizei und Tierheime immer wieder. Gerade Hühner finden schneller eine Lücke, als man denkt, und außerdem sind sie überraschend mobil, wenn sie etwas Spannendes entdecken. Und ein Hahn bleibt selten allein, weil er seiner Gruppe meist folgt oder vorangeht.
In Haßloch ging die Geschichte glimpflich aus. Niemand wurde verletzt, und die Tiere blieben unversehrt. Am Ende steht damit vor allem eine einfache Botschaft: Wer seine Hühner vermisst, sollte sich zeitnah melden. Denn im Tierheim wartet bereits die passende Rückfahrgelegenheit – und zwar in Form eines freundlichen Wiedersehens.